Okt 18

hopfeninteressante gespräche brachte das wochenende. von einer die auszog, das leben zu lernen.
da bin ich noch im begriff irgendwie anzukommen, an diesem ort, in diesem neuen job, der mein leben bereichern soll. und begegne einer, die den ausstieg sucht. die für sich mit der arbeit irgendwie abgeschlossen hat. für die die arbeit ein lästiges, wenn auch notwendiges mittel zum zweck darstellt.

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Mai 08

Hachja, die Engländer waren uns schon immer ein paar Schritte voraus. So auch in Sachen Marketing. Erst mit Werbung nerven und dann damit werben, dass man nicht mehr nerven werde. So gefunden auf der Webseite von “The Phone Co-op“:

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Jan 25

wtf charlie je ne suis pas

digitales graffiti im kollektiv: nous sommes charlie? noch nie schien die welt so geeint. und das ist ja irgendwie auch mal schön. aber sind wir uns wirklich einig? bist du wirklich charlie? wissen wir wofür charlie hebdo steht? wissen wir, wozu wir uns da eigentlich bekennen?!
wie immer lohnt es sich – um nicht falsch verstanden zu werden – eingangs und eingehend zu betonen um: was in paris passiert ist, war grausam und kann mit nichts legitimiert werden. und umgekehrt: davon ausgehend, dass es sich wahrhaftig um einen terroranschlag handelte, ist nichts rührender und begeisternder als zu sehen, dass sie nicht nur mit dem ziel ihres terrors gescheitert wären, sondern in gewisser weise das genaue gegenteil bewirkt hätten. denn ironischerweise ist dieses attentat gleichzeitig die rettung für dieses zuletzt kriselnde satiremagazin, das wahrscheinlich ohnehin über kurz oder lang am bankrott zugrunde gegangen wäre.

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Jan 23

es ist still geworden hier. nach der besinnung, dass es auch anders gehen muss, kam eine phase der ideen für einen neuen weg und ein paar vorsichtige schritte in die neue richtung, unter neuem namen und neuer adresse, vorerst versteckt.
jetzt braucht es den sprichwörtlichen tritt in den hintern, dass der angestoßene stein auch richtig und sichtbar ins rollen kommt. was nicht heisst, dass es hier nicht weiter geht. aber mehr als das trivial erscheinende bonbönchen, immerhin symobl für immer invasiver in unser leben eingreifende werbung, wollte in letzter zeit nicht aus mir heraus.
heute sieht es da schon ein wenig anders aus. heute, da über all um einen herum das netz mit “je suis charlie” postern zugekleistert wird. WTF is Charlie?… Mehr in Kürze

Jan 11

Neulich bei Rewe City…
Kasse: [...] macht 2,45 zurück. Kassenbon?

~ Ich: Ja bitte!

Kasse: Geht das so, oder brauchen Sie ‘ne Mülltüte dazu?

rewe

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Okt 16

Die erde ist Gut,
die menschheit Schlecht
Und die symbiose Tödlich.
Kritik verpufft,
Wenn Handelnde gefangen
Und bewacht von Angst.
für Buddhisten ist es Vermeiden von Leid,
Und Streben nach Glück.
die einen lediglich mehr Opfer als andere
Wenn die schuld Externalisiert auf das große Ganze drumherum.
Aber das Positive daran: es ruht die Chance im
Wenn & Aber hinter aller Unmöglichkeit.
wo lange zeit ein Ventil, ist die luft langsam Raus
Und die zeit der Kritik vorbei.
jetzt ist zeit für Vision
Und die Zukunft ist da.
Ohne das Wenn
Und ohne das Aber…

Okt 12

…unter dieser Nummer! Schönen Dank auch, Tchibo! Ich hätte es mir denken können. Vom Kafferöster zum Millionär? Das kann doch nicht klappen. Erst recht nicht, wenn man so weit geht, auch Reisen, Versicherungen und Mobilfunk in sein Vertriebsportfolio zu integrieren.

Aber für ein paar Monate hatten sie mich echt überzeugt. Weniger mit dem Preis zum “Tchibofonieren”, als mit einer monatlichen Kündigungsfrist. Die Freiheit stets so nah… aber vielleicht hätte ich da schon hellhörig werden sollen. Welcher Mobilfunkprovider lässt seine Kunden schon einfach wieder ziehen, wenn sie keine Lust mehr haben. Die gehören doch schließlich für mindestens zwei Jahre geknebelt oder am liebsten zu ein und denselben Konditionen bis in alle Ewigkeit gebunden.

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Sep 01

grundeinkommenWege entstehen, indem man sie geht. Und bevor man sie geht, muss man sie denken. Und dennoch gibt es viele, die einen für zumindest mittelmäßig geistesgestört erklären, wenn man ihnen von ganz bestimmten Wegen erzählt, die man für sich, für sie, für uns erdacht hat.
Die vorherrschende Gesellschaft ordnet gedanklich unglaubliche und daher als unausführbar erachtete Wege in das Konzept der “Utopie” ein. In erster Instanz – so schreibt die weltweit größte Online-Enzyklopädie – ist die Utopie vor allem aber der “Entwurf einer Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist”.

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Feb 06

Politik bleibt wichtig… wird immer wichtig sein. Ohne Politik geht es nicht. Ein Danke an Patrick Dahlemann, der mit Beiträgen wie diesen die Hoffnung befeuert, dass Politik in Deutschland anders aussehen kann. Tatsächlich braucht Politik wieder Ideale wie dieses…. aber ob seine Ideale standhalten werden, wird sich erst im Laufe seiner Karriere zeigen.
Mit jeder Sprosse nach oben steigt auch das Risiko der Assimilation in ein Milieu, das in seinen Motiven alles andere als volksnah aufgefasst wird. Und in der Volksnähe liegt der Dreh- und Angelpunkt für Glaubwürdigkeit. Politik für den Bürger ist Politik wie sie immer gedacht war… tatsächlich hat man heute zunehmend den Eindruck, dass dies wenn überhaupt nur lokalpatriotisch auf kommunaler Ebene funktioniert:

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Feb 04

auspuff prollo männer potenzDa donnert es wieder. Man hört es von weitem. Wie es sich nähert in einer fast lückenlosen Kollone von Blech. Und man will sich nicht umsehen, denn man weiss, das ist es, was er will. Aufmerksamkeit. Und zweifelsohne ist es ein Er.
Keine Frau käme auf die Idee, auf einer dichtbefahrenen Hauptstraße derart auf’s Gaspedal zu latschen, als gäbe es eine gelbe Ampel zu überhuschen, die in Sekundenbruchteilen zu einem stillstanderzwingenden Rot überzugehen drohte.
Tatsächlich wartet da nur das Heck des Hintermanns, dem man aufgrund des Beschleunigungsmanövers nun ausweichlich ins Auspuffrohr kriechen muss. Dabei hätte er es doch viel lieber, wenn einem die anderen in den A…llerwertesten kriechen würden.
Dieser akustische Erguss projezierter Wunschpotenz mit zwangsläufig folgender Ausbremsung hat das Erruptive eines Coitus interruptus und vermutlich eint den im Wunschdenken potenzaustrahlender Statussymbole gefangenen Verursacher und diese Szene misslungener Befruchtung genau jener Aspekt des Versagens, den er alternativlos zu kompensieren sucht, in dem er sich für unfassbar viel, dafür selten wohlverdientes Geld einen endrohrträchtigen M3, RS7, Cayenne Turbo S oder Konsorten gekauft hat um zumindest für den Bruchteil einer Sekunde, in just jenem Moment, in dem er das Gaspedal mit völlig überflüssiger Vehemenz berührt, das Gefühl zu haben, dass er ein in seinem überfähigen Sein und Tun in der Hand hat, die Individuen in seinem Umfeld in fruchtbare Bewunderung oder konkurrenzverdrängenden Neid zu versetzen.