Dez 07

mietwucher münchen unser vermieter heisst herr Berger. der war vorgestern bei uns in der Wohnung.
gut, dass ich nicht da war. denn herr Berger hat sich geärgert.
nicht über Trump, oder die AFD, nicht über Krieg, Terror oder Flüchtlinge, auch nicht über die Schere zwischen Arm und Reich oder dass die Welt auch ansonsten ziemlich aus den Fugen gerät. » Weiterlesen »

Nov 25

jetzt sollen also fakenews auf facebook den ausgang der usa-wahl beeinflusst haben! seriously? und wunderkind zuckerberg soll’s richten. ich bin beeindruckt – illustriert das nicht wieder eindrucksvoll, wie viel angst das establishment eigentlich vor dem internet hat?!
und man muss sagen: berechtigterweise.
das internet ist der einzig wirklich freiheitliche datenraum der welt. seine größte stärke: der freie fluss von informationen, frei und bedingungslos verfügbar für jeden, der am netz angeschlossen ist. was totalitäre regime davon halten, kann exemplarisch und topaktuell in der türkei beobachtet werden.

das internet ermöglicht den menschen, nicht nur sich über verschiedene quellen zu informieren, sondern eigentverantwortlich zu entscheiden, wem oder was sie glauben. sie sind frei, sich eine eigene meinung zu bilden, werden dadurch – zumindest theoretisch – zu frei denkenden individuen.
wer das verhindern will, dem bleibt nur eine möglichkeit: zensur.

und mit nichts anderem haben wir es zu tun, wenn google und facebook ihrer ankündigung tatsächlich taten folgen lassen. dann liegt es nicht mehr an uns zu entscheiden, was wir glauben und was nicht, sondern es wird für uns entschieden. die zwei größten multinationalen internetkonzernmonolopole entscheiden dann fortan ein ganz großes stückchen mehr darüber, was wir als wahrheit empfinden!

und wieder weiss ich nicht, was mich mehr beunruhigt: dass es da draußen von höchster stelle so offen und unverhohlen gefordert wird…, dass es jemand gibt, der auf diese forderung eingeht… oder, dass es denjenigen, die es am meisten betrifft, scheinbar komplett egal ist.

Jul 25

no news terror münchen 22.07.heute morgen einen Artikel über adblock plus bzw dessen Erschaffer gelesen. die Kölner Möglichmacher informationeller Selbstbestimmung werden jetzt tatsächlich vor Gericht gezerrt.
die Verlage argumentieren, dass ihr Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit sich auch auf die Ausgestaltung der Inhalte erstrecke und dieses Interesse das Recht der informationellen Selbstbestimmung des Verbrauchers überwiege.
Essenz des Problems ist – wie der Artikel korrekt resümiert – dass niemand derzeit für Nachrichten zu zahlen bereit ist und zugleich niemand Werbung sehen möchte.

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Okt 18

hopfeninteressante gespräche brachte das wochenende. von einer die auszog, das leben zu lernen.
da bin ich noch im begriff irgendwie anzukommen, an diesem ort, in diesem neuen job, der mein leben bereichern soll. und begegne einer, die den ausstieg sucht. die für sich mit der arbeit irgendwie abgeschlossen hat. für die die arbeit ein lästiges, wenn auch notwendiges mittel zum zweck darstellt.

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Mai 08

Hachja, die Engländer waren uns schon immer ein paar Schritte voraus. So auch in Sachen Marketing. Erst mit Werbung nerven und dann damit werben, dass man nicht mehr nerven werde. So gefunden auf der Webseite von “The Phone Co-op“:

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Jan 25

wtf charlie je ne suis pas

digitales graffiti im kollektiv: nous sommes charlie? noch nie schien die welt so geeint. und das ist ja irgendwie auch mal schön. aber sind wir uns wirklich einig? bist du wirklich charlie? wissen wir wofür charlie hebdo steht? wissen wir, wozu wir uns da eigentlich bekennen?!
wie immer lohnt es sich – um nicht falsch verstanden zu werden – eingangs und eingehend zu betonen um: was in paris passiert ist, war grausam und kann mit nichts legitimiert werden. und umgekehrt: davon ausgehend, dass es sich wahrhaftig um einen terroranschlag handelte, ist nichts rührender und begeisternder als zu sehen, dass sie nicht nur mit dem ziel ihres terrors gescheitert wären, sondern in gewisser weise das genaue gegenteil bewirkt hätten. denn ironischerweise ist dieses attentat gleichzeitig die rettung für dieses zuletzt kriselnde satiremagazin, das wahrscheinlich ohnehin über kurz oder lang am bankrott zugrunde gegangen wäre.

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Jan 23

es ist still geworden hier. nach der besinnung, dass es auch anders gehen muss, kam eine phase der ideen für einen neuen weg und ein paar vorsichtige schritte in die neue richtung, unter neuem namen und neuer adresse, vorerst versteckt.
jetzt braucht es den sprichwörtlichen tritt in den hintern, dass der angestoßene stein auch richtig und sichtbar ins rollen kommt. was nicht heisst, dass es hier nicht weiter geht. aber mehr als das trivial erscheinende bonbönchen, immerhin symobl für immer invasiver in unser leben eingreifende werbung, wollte in letzter zeit nicht aus mir heraus.
heute sieht es da schon ein wenig anders aus. heute, da über all um einen herum das netz mit “je suis charlie” postern zugekleistert wird. WTF is Charlie?… Mehr in Kürze

Jan 11

Neulich bei Rewe City…
Kasse: [...] macht 2,45 zurück. Kassenbon?

~ Ich: Ja bitte!

Kasse: Geht das so, oder brauchen Sie ‘ne Mülltüte dazu?

rewe

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Okt 16

Die erde ist Gut,
die menschheit Schlecht
Und die symbiose Tödlich.
Kritik verpufft,
Wenn Handelnde gefangen
Und bewacht von Angst.
für Buddhisten ist es Vermeiden von Leid,
Und Streben nach Glück.
die einen lediglich mehr Opfer als andere
Wenn die schuld Externalisiert auf das große Ganze drumherum.
Aber das Positive daran: es ruht die Chance im
Wenn & Aber hinter aller Unmöglichkeit.
wo lange zeit ein Ventil, ist die luft langsam Raus
Und die zeit der Kritik vorbei.
jetzt ist zeit für Vision
Und die Zukunft ist da.
Ohne das Wenn
Und ohne das Aber…

Okt 12

…unter dieser Nummer! Schönen Dank auch, Tchibo! Ich hätte es mir denken können. Vom Kafferöster zum Millionär? Das kann doch nicht klappen. Erst recht nicht, wenn man so weit geht, auch Reisen, Versicherungen und Mobilfunk in sein Vertriebsportfolio zu integrieren.

Aber für ein paar Monate hatten sie mich echt überzeugt. Weniger mit dem Preis zum “Tchibofonieren”, als mit einer monatlichen Kündigungsfrist. Die Freiheit stets so nah… aber vielleicht hätte ich da schon hellhörig werden sollen. Welcher Mobilfunkprovider lässt seine Kunden schon einfach wieder ziehen, wenn sie keine Lust mehr haben. Die gehören doch schließlich für mindestens zwei Jahre geknebelt oder am liebsten zu ein und denselben Konditionen bis in alle Ewigkeit gebunden.

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