Man nimmt es kaum wahr, aber es hat sich was verändert. Wie widersinnig würde es auch sein, vermisste man das, was einen stört, in dem Moment, da es nicht mehr da ist. Es ist der Rauch, der auf einmal weg ist und uns in hiesigen Restaurants und Clubs wieder tief durchatmen lässt. Und auch die Natur frohlockt vermutlich: keine unnötigen Waschvorgänge verrauchter Klamotten mehr in der Abwasserbilanz.
Und mir als überzeugtem Gelegenheitsraucher bleibt nur eines zu sagen: Danke! Danke für dieses überfällige Verbot der interhumanen Umweltverpestung!
Freiheit von heute kommt in einer dichtbesiedelten Welt ohne ein Gegenüber nicht aus: Das ist heute nicht nur der Andersdenkende, sondern auch der anderswo oder erst künftig lebende Mensch, den man ungefragt in den eigenen Stoffwechsel einbindet. Auch die andersartigen Lebewesen, die vom eigenen Lebensstil betroffen sind, gehören dazu.
In diesem Sinn ist eine Marktwirtschaft, die in ihren Bilanzen Natur einen Eigenwert und Umweltschäden eine hohen Preis zumisst und die nicht vom beständigen Wachstum des Materialverbrauchs abhängig ist, viel freier als das, was bei selbsternannten “Liberalen” unter freier “Marktwirtschaft” verstanden wird.
Ein in diesem Sinn freiheitsliebender Mensch muss heute wild entschlossen sein, so zu leben, dass er keine Spur der Zerstörung hinterläst und sein Geld dazu dient, technologisch mit den Ökosystemen der Natur zu wachsen statt gegen sie.
Neulich bin ich über Wikifolio gestolpert. Hat mich sehr an Smava erinnert. Von Privat – für Privat. Während es bei smava um Kredite ging, macht man auf wikifolio “Geschäfte” mit Aktien. Bei beiden Plattformen ist die Rolle der Bank auf ein sympathisches Minimum reduziert. Das Prinzip ist so simpel wie genial: Trader melden sich auf wikifolio an und stellen ihr Trading-Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung. Eine Bank macht im Hintergrund die Trading-Empfehlungen handelbar, indem sie ein darauf basierendes Zertifikat publiziert, das jeder käuflich erwerben kann. An und für sich wie ein Aktien-Investmentfonds, mit dem Unterschied einer humaneren Gebührenstruktur, die sich neben der Transparenz vor allem darin von vergleichbaren Konstrukten im Angebot von Banken abhebt, dass sie zum größten Anteil performanceorientiert ist. Neben geringen Fixkosten für den initialen Erwerb – abhängig auch von den Ordergebühren der Bank, über die das Zertikat gekauft wird – gibt es eine dynamische Provision, die aber immer nur dann fällig wird, wenn ein ein Tagesgewinn von mehr als 5% erzielt wird. Kein Gewinn für den Anleger heisst keine Provision, bedeutet auch kein Geld für den Trader.
Man stelle sich vor, was bei den Banken und Maklern los wäre, müssten sie nach diesem Prinzip handeln!!
Mir steigt die Wut schon wieder bitter hoch wie Magensäure bei Sodbrennen. Diese wiederkehrenden Bettelschreiben sind lästiger als jede Mückenpest im Hochsommer. Und Mücken haben wenigstens eine natürlich legitimierte Daseinsberechtigung. Die für diesen Briefkastensondermüll verantwortlichen, analfixiert parasitären Karriereluftnummern sind nicht nur überflüssig wie Dünsschiss sondern zudem auch noch schädlicher als Klimawandel.
Wow… bin ich baff. Bald fünf Jahre bei meinem Arbeitgeber beschäftigt, war das höchste der Gefühle, was der zu Unrecht von Mitarbeitern als Kantine bezeichnete Pausenraum an Zubereitungsmöglichkeiten für Mittagessen zu bieten hatte, eine Mikrowelle. Jetzt hat er doch tatsächlich ein Ugrade erhalten: zwei neue Mikrowellen. Absolut High-End, mit mehr Unterfunktionen als der konventionelle Elektroherd zuhause und mehr Schaltern und Knöpfen als der Mensch braucht um nicht den Überblick zu verlieren. Doch am Ende bleibt es nunmal was es ist: eine Mikrowelle. » Weiterlesen »
Tobe berichtete Anfang 2012 bereits über die wenig beachteten Moral-Fehltritte der Einkaufsplattform Amazon. Deutlich mehr Aufsehen erregte nun eine sorgsam recherchierte Reportage im gestrigen Spätabendprogramm der ARD. Die Reporter hatten sich auf das Arbeitslager der Zwangsarbeiter in Bad Hersfeld eingemietet. Oh, was habe ich gesagt? Natürlich meine ich das Wohnlager der Leiharbeiter. Glaubt man den Äußerungen derjenigen, die die Doku gesehen haben, besteht jedoch akute Verwechslungsgefahr, vor allem wenn man erst mittendrin reinschaltet… Rundfunkgebühr Mediathek sei Dank werde ich mir heut abend mein eigenes Bild machen: Klick!
Es gibt einen Kult des schnellen Jetzt, um den massiven Verbrauch von Erdöl, Rohstoffen und Natur zu legitimieren. Die Vorstellung, das Leben und Wirtschaften auf einen Zeitraum von zwanzig oder sogar hundert Jahren anzulegen, erscheint in der Logik ihrer eigenen Krisen vermessen. Wenn eine Weltwirtschaftskrise so abrupt kommen kann wie die von 2008, wie sollte man dann Klimaforschern Glauben schenken, die behaupten das Jahr 2050 vorauszuberechnen? [...]
Es ist nicht alles heile in der Welt des Onlinehandels. Immer wieder denkt man sich: das wäre doch im Ladengeschäft vor Ort niemals so passiert. Warum? Weil die meisten Händler es sich gar nicht trauen würden, wenn der Kunde bei ihnen im Laden steht.
Im Internet ist alles einfacher, weil anonymer, unpersönlicher, distanzierter.
Das dachte sich wohl auch Paul R., “Versandpartner” von hitmeister, einer Verkaufsplattform, bei der ich Ende letzten Jahres hochpreisige Designerware aus Porzellan ergattert hatte. Nachdem mein ordnungsgemäß und nach ein paar Tagen nach Erhalt der Ware ausgesprochener Widerruf aufgrund Überforderung seitens hitmeister ohne Reaktion geblieben war, benachrichtigte ich ein paar Tage später den Versender der Ware direkt. Vielleicht könnte er mir die Details zur Abwicklung der Rücksendung erläutern – ein Retourschein war der Sendung nämlich nicht beigelegt.
materiell oder nicht, das ist hier die frage. man nehme eine arme sau, die so sehr auf das geld achtet, dass ihr nichts mehr im leben geldwert erscheint. die alles in geld misst, was geld kaufen kann um es zu vergleichen hinsichtlich seiner wertigkeit. um zu so etwas wie einem schluss zu kommen, das irgendwie kein käufliches ding der welt sein geld wert ist, da es nur bedingtes glück spenden kann.
100% sicher, TÜV-geprüft, kostenlose Hotline, garantierte Antwort auf E-Mail-Anfragen… so oder so ähnlich lauten die Leistungsversprechen von Hitmeister, einem Händlermarktplatz, der vor der Herausforderung steht, sich von lange etablierten Plattformen wie ebay oder Amazon Marketplace abzuheben. Wie erfolgreich er dabei ist, konnte ich nun bei meiner ersten Bestellung über hitmeister.de erfahren. Nachdem ich Ende letzten Jahres drei Designer-Artikel geordert hatte, wollte ich nach Lieferung Anfang des Jahres diese Bestellung widerrufen. Der Widerruf ist ein gesetzlich verbrieftes Recht eines jeden Verbrauchers bei Fernabsatzverträgen und so würde man von einer Plattform wie Hitmeister erwarten, dass sie hierfür mindestens ebenso professionell organisierte Standardprozesse implementiert hat, wie die großen Konkurrenzvorbilder.
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