Mein Kollege findet ja schon länger Gefallen an den fetzigen, oft mit Superlativen geschmückten Überschriften der Online-Artikel der PC-Zeitschrift CHIP.
Anscheinend setzt man diese bei der Printausgabe auf dem Cover sogar gezielt ein, um potenzieller Leser durch Stimulierung einer bestimmten Erwartungshaltung zu ködern.
So findet sich in der aktuellen September Ausgabe - nebst bereits erwähnter Schäubleblocker-Kampagne - auch eine Ankündigung, die beim Betrachter den Eindruck erweckt, er bekäme im Innern der Zeitschrift Informationen über die Datenkrake Google und welche Informationen sie über ihre User sammelt. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis des Magazins verstärkt diesen Eindruck dazu noch zusätzlich:

Doch statt eines Artikels über die Datensammler-Aktivität des Suchmaschinenmonopolisten findet sich auf Seite 72 jedoch lediglich ein ausführlicher Testbericht, der die Brauchbarkeit und Qualität verschiedener Suchmaschinen miteinander vergleicht.
Dass Google beim Data-Mining ungefähr so zimperlich umgeht, wie es Stasi-Schäuble gerne per Bundestrojaner mit unserem PC täte, wird dabei lediglich kurz und am Rande erwähnt:
Kritikpunkt: Diese erweiterten Sicherheitsfunktionen lassen sich nur nutzen, wenn Sie Cookies akzeptieren - obwohl es technisch auch anders lösbar wäre. Dahinter steckt nur das Interesse an genauen Nutzerprofilen. Weil wir eher für einen sensiblen Umgang mit Daten plädieren, gibt es dafür leichte Punkteabzüge.
Greifen für PC-Zeitschriften nicht auch so Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb?
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21.09.2007 / 15:43h /
CHIP bringt anscheinend aus Prinzip nur solche Aufmacher auf dem Cover…
(”Die besten Tuning Tools für Ihren Computer” - natürlich nur Windows … ,
“Gratis Surfen in Deutschland” etc…
21.09.2007 / 22:26h /
nun gut, die chip redaktion wäre nicht die einzige, die mit superlativen um sich wirft. das machen nahezu alle medien mittlerweile gerne. je extremer desto beliebter
aber solche köderheadlines, die nichts mit dem inhalt zu tun haben, zählen ja schon zur kategorie “irreführende werbung”
23.09.2007 / 09:53h /
Mittelfristig schadet das der Zeitschrift. Kurzfristig mag es vielleicht etwas bringen, aber die Leser merken sich das. Wenn es mehrfach vorkommt verspielen sie sich ihren Kredit bei den Lesern.