Aug 24

Die Gebühreneinzugszentrale ist so bekannt wie beliebt. Weniger bekannt dagegen ist die Tatsache, dass es so etwas wie eine namentliche GEZ-Gebühr gar nicht gibt. Denn was die GEZ da in wiederkehrenden Briefen unaufdringlich versucht, von deutschen Bundesbürgern einzutreiben, ist keine Gebühr zur (direkten) Finanzierung der GEZ sondern eine zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ein ganz großes Missverständnis, also.
Dazugesehen auch ein verständlich ungünstiges, wenn man bedenkt, es könne der Eindruck entstehen, man würde mit seiner bescheidenen Beteiligung gar nicht das hochwertige Programm von WDR, ARD, ZDF & Co finanzieren, sondern vielmehr eine korrupte Institution, die für den Bürger keine greifbare Leistung erbringt.

Dazu noch die Tatsache, dass die ganze Geschichte mit der Schutzgeld- Gebühren-Eintreibung nicht so recht funktionieren will. Denn glaubt man den Angaben Vermutungen der vertrauenswürdigen GEZ, kommt nur ein Drittel aller von der Gebühr betroffenen Unternehmen seiner Pflicht nach.
Und da dachte nun offenbar ein kluges Köpfchen bei der GEZ: Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?!

Wir mahnen einfach all jene ab, die statt der offiziellen und gar nicht langatmigen Begriffe wie “gesetzliche Rundfunkgebühr für neuartige Rundfunkempfangsgeräte” oder “gesetzlich vorgesehene Anmeldung von zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte” mit den umgangsprachlichen und gängigen Synonymen “GEZ-Gebühr für PC” und “GEZ-Anmeldung” propagieren gehen.
Dann räumen wir nicht nur kräftig mit unserem negativen Image auf, sondern können, wenn wir das Ganze über die hauseigene Rechtsabteilung abwickeln, über die generierten Abmahnkosten auch noch zusätzliche Einnahmen einfahren.
Gesagt getan: das erste Opfer, was dran glauben durfte, weil es auf seinem Internetauftritt schrieb, was sich umgangssprachlich über Jahre etabliert hat, ist akademie.de. Per Abmahnung wird das Wissensportal nun unter Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert, Begriffe wie “Pc-Gebühr”, “GEZ-Gebührenbescheid”, “GEZ-Rundfunkgebühr”, “GEZ-Fahnder” nicht mehr zu verwenden.

Wieviel schnelles Geld hier für die GEZ drin sein dürfte, sollte sie tatsächlich konsequent in allseits beliebten Abmahnwahn verfallen, zeigt die Anzahl und Größe der Webseiten, die die in den Augen der Rundfunkgebühreneinzugszentrale zensurwürdigen Begriffe verwenden.
Damit das Ganze nicht als große Geldmacherei auffliegt, kann ich den Herrschaften nur empfehlen, zumindest noch dafür zu sorgen, dass die Begriffe von den Seiten der öffentlich-rechtlichen Institutionen in dessen Interesse man ja letztendlich die Abmahnungen durchführt, verschwinden.
Nicht, dass am Ende der Sohn noch seinen Vater beklaut…

zensur der gez synonyme

gez abmahnungen

verbot der verwendung

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4 Kommentare zu “Die neue Einnahmequelle der GEZ”

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  1. thayer.de meinte:

    Imagepflege der GEZ…

    Sehr gut erinnere ich mich an die Webespots der GEZ, vor nicht all zu langer Zeit.
    Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Spots bei denen Angst und Schrecken verbreiten sollten, die Ihrer gesetzliche Rundfunkgebührenpflicht nicht nachkomme…

  2. tommy meinte:

    Naja GEZ sollte ne Neue Werbung machen anstadt schon GEZ ahlt würde es in wirklichkeit wenn die von der GEZ die wahrheit sagen würden schon Ab GEZ ockt heißen ich Frage mich warum der staat oder Deutschland sowas auch noch mit gesetzen unterstützt aber letztendlich bleibt den Bürgern nichts anderes übrig als das wir alle diese abzocke gesetzlich ünterstützt auch noch bezahlen müssen.

  3. André meinte:

    Grundsätzlich finde ich die Idee vom nicht-staatsgetriebenen Funk und Fernsehen ja wunderbar, aber
    a) die Art und Weise wie die GEZ die Gebühren eintreibt ist nicht hinnehmbar
    b) die Unmenge an Kohle die Brabbeltassen wie Johannes B. Kerner an den GEZahlern verdienen, spottet jeder Beschreibung.

  4. Dr. Kraushaar meinte:

    ch muss wirklich sagen, dass die Art und Weise, wie mit ehrlichen Bürgern Ihrerseits umgesprungen ist, das ist eigentlich Beschwerdereif. Wir sind seit Jahren zahlende Kunden bei Ihnen. Bis vor kurzem, hatte mein Mann noch die Praxis in der Burgsdorffstraße, die er aus altersbedingten Gründen aufgegeben hat und damit erfolgte auch die Abmeldung des dort vorhandenen Rundfunkgerätes. Wir müssen ja nicht doppelt und dreifach zahlen, wenn wir für die in unserer Wohnung angemeldeten Geräte nutzen und bezahlen.
    Ihrerseits wurde die Abmeldung (muss ja auch) zwar entgegengenommen, aber die Bestätigung erfolgte gleich wieder mit einer “Drohung” – schwarzeingeramtes Kästchen-wenn Sie usw. usf. Finden Sie diese Art in Ordnung und gerechtferig? Sind Sie der Staat im Staate? Vielleicht überlegen Sie sich einmal eine nettere Art, nehmen vielleicht einmal eine Fortbildung in Kundenbetreuung in Anspruch

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