Mit schlechten Nachrichten ist es oft wie mit guten Filmen. Die brisantesten gehen unter. So wie ELENA. Ein Nachrichtenthema wohlgemerkt, kein Film! Wer bei Datenkrake und Megacrawler Google sucht, wird bis auf ein paar vereinzelte News-Einträge kaum fündig.
Aber verständlich. Schließlich haben Politiker wie Stasi-Schäuble, die einen Überwachungsstaat durchboxen wollen, ein erhöhtes Interesse daran, dass die freie Presse ausnahmsweise mal nicht so frei ist, dem Bürger von den nächsten Schritten zu Big-Brother-Deutschland zu berichten.
Und so machen die Medien, dass was sie am besten können, ohne sich gleich der Polit-Propaganda verdächtig zu machen: Nicht berichten.
Dabei ist sie doch so sexy, die ELENA. Und soll einer ganzen Menge Leute die Arbeit erleichtern.
ELENA steht nämlich für Elektronischer Einkommensnachweis und ist so etwas ähnliches wie die SCHUFA nur für Ämter. Eine zentrale Datei soll abspeichern, wieviel wir (Angestellte und Beamten) verdienen, wieviel Urlaubsgeld wir bekommen, wieviele Arbeitsstunden und wieviele Überstunden wir geschuftet haben und was für Zuschläge wir erhalten.
Das Ganze ist natürlich nur in unserem eigenen Interesse und daher sollen wir auch jedes Mal zehn Euro bezahlen, wenn eine Sozialbehörde, bei der wir einen Antrag auf staatliche Hilfe stellen, diese Informationen abrufen möchte.
Wie zuvorkommend, dass wir wenigstens vorher noch gefragt werden sollen, ob wir die 10 Euro dafür überhaupt übrig haben.
Gegen die Abfrage kann man dann zwar noch Einspruch erheben, doch erfasst sind zu diesem Zeitpunkt ja ohnehin schon alle Einkommensinformation von unserer Geburt bis 80 Jahre danach.
Zentral gespeichert und natürlich absolut sicher vor korrupten Staatsdienern, terrorbekämpfenden Politikern und bonitätsgeilen Unternehmern. Glaubst du dran?
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09.01.2008 / 22:46h /
So ist das nicht ganz geplant!
ELENA soll in der Grundidee nicht die Bürger finanziell belasten. Die Behörden die statt wie bisher schriftliche Anfragen nun die Einkommesauskünfte auf dem elektronischen Weg erhalten haben auch die Kosten zu tragen.
Die Gesamtkosten für das Projekt sollen durch die Anzahl der Abrufe geteilt werden und den einzelnen Ämtern in Rechnung gestellt werden.
Von Vorteil ist dieses Verfahren nicht nur für die Beörden, sondern auch für die Arbeitgeber, da diese nicht mehr die Arbeitsbescheinigungen ausfüllen müssen.
Ein Schutz gegen unrechtmäßige Auskünfte ist durch die interne und externe Kontrolle der Behörden gegeben.
31.01.2010 / 11:59h /
Wehrt Euch: Eure Stimme gegen ELENA bis März 2010 im Rahmen einer vorliegenden Petition beim Deutschen Bundestag unter folgendem Link:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8926
Macht mit! Unterzeichnet noch heute. Es geht um Eure Daten - um Euch persönlich.