Der Moslems ihr Mohammed Moralapostel
Dez 01

Gestern hatte ich mal wieder ein Bewerbungsgespräch. Ging um eine Stelle, die mir vom Arbeitsamt vermittelt wurde. Da ich ausgebildeter Anwendungsentwickler bin und mein Studium vom IT-System der Agentur für Arbeit noch nicht anerkannt wird, beschränken sich die “Profil-Matchings” meist auf Programmiererstellen.
Besonders gefragt sind derzeit JAVA-Entwickler. Ehrlich gesagt hatte ich weder Lust auf eine langfristige Progger-Stelle, noch hatte ich während meiner Berufsausbildung das Vergnügen, mit JAVA arbeiten zu dürfen.
Umso überraschter war ich, von dem kleinen aber aufstrebenden Unternehmen aus der Nachbarstadt dennoch auf ein Interview eingeladen zu werden. Maßlos verschätzt hatte ich dabei die Tatsache, vom Geschäftsführer persönlich interviewt zu werden - was bei kleinen Unternehmen ja nicht unüblich ist - und dieser Geschäftsführer schon seine Gründe hatte, jemandem mit einem so offensichtlich eher java-unaffinen Profil wie das meinige zu einem Gespräch zu bestellen.

Und so war ich positiv überrascht, zu hören, dass mein Profil insgesamt tatsächlich auch ausstrahlt, dass ich mich mittel bis langfristig in höheren Sphären als der Programmierung bewegen will. Dann noch zu hören, dass dies auch ein Grund gewesen sei, warum man mich dennoch und gerade deswegen eingeladen hatte ist eine angenehme Bestätigung, dass auch andere das Potenzial in einem sehen, von dem man selbst überzeugt ist.

Und so wendete sich ein Gespräch, dem ich unfairerweise mit relativ niedrigen Erwartungen begegnet bin, zu einem interessantem Austausch über geschlagene zwei Stunden, während denen sich recht vielversprechende Perspektiven auftaten.
Wenn ich mich nur nicht so im Hinblick auf meine Fachkompetenz in Sachen JAVA blamiert hätte! Kann vielleicht nicht schaden, sich wieder näher mit der Materie auseinanderzusetzen. Zumindest wenn wir von der Branche der Softwareentwicklung reden, muss eine gute Führungskraft schließlich ein Gefühl dafür haben, wodraus die Arbeit an der Basis, hier also die Essenz des Produkts selbst besteht.
Vielleicht schaffe ich es in nächster Zeit mal die neue Auflage von Christian Ullenbooms Bestseller durchzuackern. Kostenlos zum Download oder als Online-Lektüre verfügbar ist das knapp 1500 seitige “Java ist auch eine Insel” eine perfekte Hilfe für Einsteiger. Die aktualisierte siebte Auflage kostet im Buchhandel stolze 49,90 Euro und ist seit ein paar Tagen auch online verfügbar.

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2 Kommentare zu “Java ist auch eine Insel”

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  1. Niffchen meinte:

    Und, was ist aus der Stelle geworden? Hatte er eine andere als die anfänglich avisierte für Dich? Bin da ja mal neugierig …
    Nicht Java-affin kann ich verstehen … ging mir bisher ebenso. Mag das an der Sprache an sich liegen? ;-)

    Gruß,
    Jens

  2. tobe meinte:

    was aus der stelle geworden ist? nun, das wird sich noch zeigen… man meldet sich. die stelle wäre schon wie ausgeschrieben zu besetzen. mittel- bzw langfristig könnten sich jedoch neue perspektiven ergeben.
    java an sich ist mir eigentlich recht sympathisch. die paar sachen, die wir in der uni gemacht haben, waren spaßiger als die drei jahre c++ in der berufsschule… dennoch beides von den inhalten nicht wirklich praxisnah. aber so iss das mit schulen. sie lehren uns die regeln, das leben die ausnahmen ;-)

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