Es war ein kalter Novembertag. Nicht die idealsten Umstände für ein Badewannen-Rennen. Besser: DAS Badewannen-Rennen. Genauer: Das ERSTE Monheimer Badewannen-Rennen. Letzteres erklärt auch, warum das Ganze nicht wie es die Tradition eigentlich verlangt, bei sommerlichem Wetter durchgeführt wurde. Die Stadt Monheim nämlich war in ihrer Bestrebung, die Monheimer Altstadt ein wenig wieder zu beleben etwas übereifrig gewesen. Aber ich schweife ab. Nicht nur, dass unser fataler Erfolgsfaktor und Steuermann “Grindhouse Grisu” an einer rechtzeitigen Teilnahme gehindert wurde. Nein, dazu kamen eisige Temperaturen, glattes Kopfsteinpflaster, frühe Dunkelheit, der mit blendenden Scheinwerfern begegnet werden musste, und vor allem: Zu wenig Zeit ein eigenes Wannengefährt zu konstruieren.
Resultat: Die Havana-Boys mussten am gestrigen Samstag mit einem Leih-Gefährt die alles entscheidene Knockout-Schlacht antreten. Leih-Gefährt!!! An sich nicht weiter schlimm, wenn man sich dieses nicht mit unzähligen anderen Teams hätte teilen müssen.
Durch die insgesamt 35 Anmeldeformulare vorbereitet, von denen ein nicht unbeträchtlicher Anteil als wannenlos gekennzeichnet war, hatte der Betreiber wenigstens insofern vorgesorgt, als dass er eine Vielzahl dieser rudimentären-Rennkonstrukte zur allgemeinen Verfügung stellte.
Dumm nur, dass sich jedes einzelne von dem anderen in einer mehr oder weniger signifikanten Kleinigkeit unterschied, sodass es während der kritischen Warmup-Phase wegen unhomogener Konstruktionsparameter praktisch unmöglich war, sich den Makeln eines eindeutig zugeordneten Rennmobils anzupassen.
Und so kam es wie es kommen musste, denn wie sagt schon der Volksmund: Ein billiges Pferd soll man nicht so oft reiten. Die Havanna-Boys schieden gleich zu Anfang glamourös aus.
Was der Stimmung, die durch insgesamt 15 (!) vor uns stattfindenden Rennen aufgebaut worden war, freilich keinen Abbruch tat. Erwähnte ich eigentlich schon, dass es da bereits dunkel war? Hinweg zog es uns jedenfalls aus der Kälte des Open-Air-Parcours in den am Start- und Ziel gelegenen Pfannenhof, wo über Bier und heißer Schokolade mit Rum - die jung-ignorante Kellnerin dort bestand auf der Betitelung als Kakao - schon Pläne für das Badewannen-Rennen im Sommer 2008 geschmiedet wurden.
So muss das sein: Sommer. Und das bedeutet nicht nur warm, sondern vor allem auch: Hell! Denn während “Pitstop Patrick”, “Feral Felix” und “Turbulent Thomas” ihren Frust über das Versagen auf dem 350m langen Racetrack in Alkohol
ertränkten, hatte ich als PR Manager* des Havana-Teams, mit einer ganz anderen viel schmerzlicheren, persönlichen Niederlage zu kämpfen. Mangels lichtkompatiblen Zusatzequipments war es mir in anbrechender Dunkelheit nicht möglich gewesen, die erstrebenswert sensationelle Niederlage unserer Opfer-Crew mit allen Facetten für die Nachwelt festzuhalten. Und so finden sich auf der Speicherkarte überwiegend die digitalen Nachwehen des Tageslicht beschenkten Renngeschehens. Aber schaut selbst:
*aufgrund entäuschenden Engagements wurde ich von Team-Manager “Striking Steffi” degradiert.
Andere Einträge zum Thema:1,317 Besucher haben diesen Artikel gelesen.





20.11.2007 / 11:16h /
… tstststs fehler über fehler.. nicht die Stadt Monheim hat das Rennen auf die Beine gestellt, sondern die Marienburggarde.
@ Tobe : und da wunderst du dich, dass du nur PR und nicht Presse Manager bist ?
*fg*
trotzdem: ein lob an ” meine JUNX ”
ihr seit die Sieger der HERZEN !!!
20.11.2007 / 13:04h /
wundere ich mich etwa ??
wobei es sicherlich geholfen hat, dass der manager, nicht mit seinem emailprogramm umzugehen wusste :-p