Sep 19

Weil ich nicht einsah, für das Stasi2.0-Shirt von Dataloo 18 Euro zu blechen, (be)druckte ich mir vor ungefähr zwei Wochen mein eigenes erstes T-Shirt. Einfach die Schäublone von Dataloo genommen und auf HP-Transferfolie gedruckt. Ein zweites Mal gedruckt, weil der erste Druck nicht spiegelverkehrt war ;-| Und ab auf ein weißes T-Shirt gebügelt. Hat leider nicht so ganz sauber geklappt, daher gabs hier auch noch keinen entsprechenden Blogeintrag.
Aber getragen habe ich das stark nach Improvisation aussehende Anti-Schäuble-T-Shirt eines Abends dennoch. Allerdings wegen sinkender Temperaturen später unter zugezippter Sweatjacke. Vielleicht zu meinem Glück, denn am selben Abend wurde ich von einer Polizeistreife auf dem Heimweg verfolgt und aus dem fließenden Verkehr gezogen.

Ob die Beamten meine nüchternen Witzeleien immer noch so locker genommen hätten, wenn der Blick frei auf meinen frisch rot-schwarz leuchtenden Stasi-Schäuble gewesen wäre?
Wenn ich kein Student aus Neuss, sondern aus München gewesen wäre, hätten die Polizisten mich dann wohl nach Durchsuchung meines Wagens nach Bombenbelastendem Material aufs Revier gezerrt und Anzeige wegen Verdachts auf Beleidigung erstattet. So geschah es jedenfalls jetzt mit einem Münchener Informatikstudent, der in einer Polizeikontrolle mit seiner Schäublonen-Plakette aus dem Verkehr gezogen wurde…

via lawblog

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2 Kommentare zu “Schäublonenträger = Staatsgegner”

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  1. Atatoerk meinte:

    Hier schon zeigt sich eine gewisse “Grundsorge”, eine verankerte Vermutung, dass freie Meinungsäußerung schon an sich gefährlich ist. Allein schon die Sorge wegen dem was passieren _könnte_ sorgt dafür, dass die Meinung nicht geäußert wird.
    Ich kenne das Gefühl der Vorveruteilung, oder besser, der profilaktisch präventiven Selbstverurteilung: jedes Mal, wenn hinter mir eine Polizeistreife fährt, werde ich nervös. Völlig ohne Grund. Da sich schon eine latente Volks-Sorge da…

  2. tobe meinte:

    grundsorge? wer, ich? ;-)

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