Krieg macht Spaß. Und ist nichts, was man bereuen müsste. Auch wenn es manchmal ganz schön weh tut. Hier ein Bein ab, dort ein Gesicht zerfetzt. Aber am Ende ist man stolz, denn es hat einem gefallen. Die Aufregung. Das Adrenalin. Ein anderes Lebensgefühl, um nicht zu sagen das beste Erlebnis im Leben überhaupt. Aber man hat schließlich drauf hingearbeitet. Jahrelang trainiert, trainiert und nochmal trainiert. Irgendwann kommt der Ernstfall: Spielzeit. Und man will spielen… Mehr von dieser Militärpropaganda aus den Mündern zerstümmelter Irak-Kriegs-Veteranen gibt es auf Spiegel-online…
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03.09.2007 / 09:00h /
Gestern habe ich einen langen Artikel in der Sonntags-FAZ zum Thema Krankenlogistik der amerikanischen Armee gelesen. In Landstuhl in der Pfalz kommen derzeit im Schnitt 23 (!) teilweise schwer verletzte Soldaten aus dem Irak und Afganistan an. Dabei sind die Mehrzahl der Verletzungen nicht Schuß- sondern Bombenverletzungen. Sogenannte IED (Improvised Explosiv Devices) sind der Hit in diesen Kriegen.
In Landstuhl kommen die Soldaten sprichwörtlich nur noch teilweise an! Und neben den körperlichen, ohnehin schon schlimmen Verletzungen, häufen sich (wie schon aus dem Vietnamkrieg hinlänglich bekannt) die traumatischen psychologischen Leiden.
Und was hat sich geändert? Mittlerweile hat die Amis eine regelrecht Medizinlogistik aufgebaut. Einheiten in Stärken zwischen 10 und 30 Soldaten verfügen nun schon über einen gut ausgebildeten Sanitäter. Spezielle Einheiten wurden gebildet die via Helikopter schnell Notfallteams mit höherer Versorgungstiefe vor Ort transportieren. In der nächsten Stufe kommen die Verletzten in eine Basis hinter den kritischen Linien, via Mail werden Befunde und Röntgenbilder nach Landstuhl gesendet und keine 36 Stunden später sind alle schon in Deutschland angekommen um dort zusammengeflickt zu werden. Läuft es “gut” für den Soldaten, darf er wieder in den Krieg, ansonsten kehrt er als Kriegskrüppel und Held nach Hause zurück.
Toll, nicht wahr?
03.09.2007 / 14:44h /
23 pro tag?
03.09.2007 / 15:03h /
Jep, 23 pro Tag (leicht und schwerverletzte). Das ist doch ganz ordentlich, nicht wahr? Und wir bekommen so recht gar nichts davon mit.
Ich finde es auch spannend, dass (ok, der Schutz der Menschen ist wichtig) die US of A weniger an der Beendigung des Krieges, als vielmehr an der Verbesserung der Krankenversorgung seiner Soldaten arbeitet. Die ist nämlich, so wie ich es verstanden habe, die beste der Welt.
04.09.2007 / 14:45h /
(P.S. Ich habe noch mal nachgelesen, w/ der Anzahl. Jep, 23 / Tag. Seit 2002 insgesamt über 8.600 und der Schnitt hat sich seitdem gesteigert.)