Neuerdings finde ich großen Gefallen an der gerade angelaufenen amerikanischen TV-Serie “Life“. Zwar handelt es sich auf der einen Seite um nicht mehr als wieder einer dieser augenuddelten Cop-Krimis, auf der anderen Seite spielen die einzelnen Episoden vor einem recht interessanten Hintergrund: Die Hauptperson Charlie Crewes hat zwölf Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht, für einen Mord, den er niemals begangen hat. Als eine Wiederaufrollung des Falls seine Unschuld beweist, besteht er darauf, seinen Job als “Detective” wieder aufnehmen zu dürfen. Nötig hätte er den Job nicht, denn als Entschädigung für seine unrechte Haft bekam er eine nicht genau bekannte Summe in Millionenhöhe zugesprochen.
Während man nur Andeutungen über das zurückliegende gewaltgeprägte Dasein im Hochsicherheitstrakt geliefert bekommt, taucht eine Frage immer und immer wieder vor meinem geistigen Auge auf: Könnten 15,20, 25 oder wieviel auch immer Mio. Euro zwölf verlorene Jahre hinter Gittern kompensieren?
Aber warum eigentlich darüber den Kopf zerbrechen…
Denn nach aktueller Rechtsprechung würde ich in Deutschland für exakt jene Zeit ohnehin nur bescheidene 48180 Euro zugesprochen bekommen.
Hm, mal sehen: Komm ich mit 6000 Euro hin für den Psychotherapeuten, der mir dabei hilft meine Knastvergangenheit zu verarbeiten? Dann könnte ich mit dem Rest meinen nächsten Arbeitgeber bestechen, darüber hinwegzusehen, was ganz unten auf meinem Lebenslauf als Beschäftigung der letzten 12 Jahre steht…
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(1 Stimmen, Durchschnitt: 4 von 5)
08.10.2007 / 20:24h /
6000 Euro für den Psychotherapeuten? das kannst Du bei mir billiger haben.
09.10.2007 / 10:42h /
war das ein angebot? dafür würd ich mich doch glatt unschuldig einbuchten lassen