Aug 27

hitler mindestlohnFür etwas Wirbel in der Blogossphäre sorgt aktuell Blogger Kollege Marco Kanne. Der opponente Jung war auf einer Seite des Deutschen GewerkschaftsBunds gesurft und zwar augenscheinlich just in jenem Moment als ein sich für besonders komischer haltender Provokateur der Gesichter-Kampagne für mehr Lohn Mindestlohn ein Hitlerporträt hinzugefügt hatte. Irgendwo verständlich, dass der DGB es nicht ganz so lustig fand, seinen Namen auf einem, ebenjenes Porträt abbildenen Screenshot wiederzufinden.

Doch wo andere gleich kostenschwere Abmahnungen schicken, übersendete der DGB dem Blogger lediglich einen kurzen Brief mit der Aufforderung zur Entfernung seines schändlichen Kunstwerks. Was diesen jedoch unverzüglich dazu veranlasste, sich so auf den Schlips der künstlerischen Schaffungsfreiheit getreten zu fühlen, dass er mal eben schnell einen Artikel mit einem Aufruf zum Widerstand gegen die Staatsgewalt verfasste. Naja, oder so ähnlich zumindest. Ist ja auch egal, denn so ziemlich jeder Leser scheint Marcos Artikel ohnehin in eine andere Richtung zu interpretieren.
Aber das ist vielleicht gar nicht so schlecht, denn wenn nicht auf diversen Blog-, Szene- und Newsseiten inkorrekterweise zu lesen gewesen wäre, dass der DGB ‘nen Blogger abgemahnt hat, wären viele Leute so wie ich vermutlich gar nicht erst auf die Geschichte aufmerksam geworden. Und das wäre doch schade, denn mit seinem Widerstand gegen den DGB – der Screenshot bleibt online – sowie seinen tendenziell pathetischen Aufrufen “dem Abmahnwahn hierzulande, dem Drohen mit staatlicher Gewalt, den Einschüchterungsversuchen staatlicher, halbstaatlicher und privater Akteure nicht schweigend zu begegnen” steht er vorbildlich für den engagiert involvierten Bundesbürger den Deutschland in diesem 21. Jahrhundert bitter nötig hat…

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