Jan 24

Am Dienstag lud meine Uni zum ersten Karriereforum der Wirtschaftsinformatik ein. Ich beehrte die Redner mit meiner Anwesenheit, schließlich war das Ganze ja kostenlos. Wenn man mal von von dem fiesen Knöllchen absieht, das ich mir für unerklärlich ordnungswidriges Parken am Essener FOM-Standort an der Sigsfeldstraße eingefangen hatte. Naja, dafür war die Veranstaltung wenigstens informativ.
Mein Diplomarbeitsbetreuer und Dekan der WI Prof. Dr. Uwe Kern stellte die aktuelle Arbeitsmarktsituation in der IT-Branche vor, machte den Neulingen unter den Gästen den Einstieg in die IT sowie die Weiterbildungszweige an der FOM schmackhaft bevor er im Anschluss die Fragerunde an die Vertreter aus der Wirtschaft moderierte.

Und das waren konkret Burkhard Röhrig, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Essener Softwarehauses GFOS, Christoph Eberz, Vorstand der faveo AG, Stefanie Wrede, Leiterin Recruiting der Computacenter AG & Co. oHG, und Jörg Meurisch, Manager Web Application Solutions bei Computacenter.
Sensationell Neues habe ich nicht gelernt. Verschiedenste Branchen klagen; 40.000 Informatiker braucht das Land; einige Unternehmen können nach eigenen Angaben aufgrund des IT-Fachkräfte-Mangels nicht mehr effizient wirtschaften. Besonders gefragt sind Software-Entwickler und Projektmanager. Neben einigen Tipps für Bewerbung und Karriereentwicklung konnte ich vor allem ein generelles Fazit mitnehmen, in dem sich alle anwesenden Unternehmen einig waren:
Offshoring in Niedriglohnländer lohnt nicht.
Der Erfahrung, die vor allem von vielen Mittelständlern gemacht wird, kann sich Röhrig, Gründer des Softwareunternehmens GFOS nur anschließen: sein Projekt, in der Ukraine einen Pool von Entwicklern aufzubauen, hat er wieder eingestampft. Zu hoch der Koordinationsaufwand, zu gering das Verständnis ausländischer Code-Experten im Hinblick auf Geschäftsprozesse in deutschen Unternehmen. Mit seiner Beobachtung, dass man mit Billig-Indern das gleiche Effizienz-Niveau erreicht wie mit hiesigen Auszubildenden im zweiten Lehrjahr, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn immer mehr Unternehmen die Schotten in Ost und Fernost wieder dichtmachen.

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