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Apr 02

magenta streit tcomDas Markenrecht ist schon ‘ne heiße Kiste. Vor allem wenn man nicht so recht verstanden hat, wie das Ganze eigentlich funktioniert. Marken stehen für Einzigartigkeit. Sollen sie zumindest. Deswegen sucht man sich als Namen auch meist etwas aus, was so einzigartig ist, dass Menschen denen die Marke ein Begriff ist, niemals auf die Idee kämen sie mit etwas anderem zu asoziieren. Am einfachsten geht das, indem man sich z.b. ein gänzlich neues Wort ausdenkt, mit dem ein Verbraucher entweder gar nichts anfangen kann, oder aber die Verbindung zur Marke herstellt. Zippo wäre da so ein Beispiel. Beliebter sind bei Firmen dagegen Kunstworte, die einen Begriff enthalten, mit dem Leute etwas verbinden können. Zum Beispiel Telebid T-Mobile. Diese unkreative Markenschöpfung der “Deutsche Telekom” erklärt sich aus der trägen Angewohnheit, jegliche Leistungen, Produkte und Geschäftsbereiche mit einem an sich nichtssagenden “T” zu präfixen (siehe auch T-Com, T-Home, T-DSL, T-Online, T-ISDN).

Im Vergleich zu ebenjenem T ist das darauffolgende Wort dagegen umso signifikant bedeutungsschwerer, da es sich um Begrifflichkeiten des allgemeinen - wenn nicht immer deutschen - Sprachgebrauchs handelt. Dass diese recht trivialen Begriffe allein durch ein vorangestelltes T nicht wirklich einzigartig im Sinne von eindeutig zuordbar werden, scheinen die hellen Jungs im Telekom-Marketing vor einiger Zeit dann auch begriffen zu haben.
Und so dachte man sich, wenn das T schon nicht reicht, müssen wir es eben pink machen. Dann wissen die Leute garantiert wer dahinter steht. Gesagt getan, das Pink nannte man Magenta und trug T-Mobile & Co mit einem Magenta T beim DPMA ein. Nur um sich im Nachhinein zu ärgern, nicht das ganze verdammte Wort in Pink Magenta eingetragen zu haben. Dann bräuchte man beim drittgrößten Blog Amerikas nicht nur höflich anklopfen, ob es was dagegen hätte auf die Verwendung eines pink gefärbten “Mobile” als Seitentitel zu verzichten. Dass “mobile” an sich die im Angelsächsischen am häufigsten verwendete Bezeichnung für den Markt der Mobilfunkendgeräte darstellt, geht am rosa Riesen dabei scheinbar gänzlich vorbei. Aber vielleicht spekuliert man auch einfach darauf, dass es Engadget nicht auffällt, dass Farben allein sich nicht patentieren lassen…

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