Die Showpianisten Selten macht viel
Mai 25

Nachdem ich mich am Donnerstagabend im unterkühlten Kinopolis mal wieder darüber erheitern durfte, was dabei rumkommt, wenn Mainstream-Studios mit viel zu viel Budget Filme für sensorisch desensibilisiertes Mainstream-Publikum produzieren, setze ich am Freitag dann meine Reise in die Untiefen der lokalen Kulturszene fort.
Und so sehr ich mir beim Betrachten des neuen Kirchenkrimis “Illuminati” im klimagebläsigen Kinosaal den Nacken verkühlt hatte, so sehr vermochte mich nun die funkig bluesige Musik der Kölner Band “Get the cat ” erwärmen, die ab 20 Uhr im Langenfelder Schaustall (Kulturfabrik) ihre ausschließlich selbst geschriebenen Stücke einem, auf gerade mal sechs Sitzreihen kuschelig verteilten Publikum zum Besten gaben.

Danach noch etwas mit der Band gequatsch, eine CD gekauft und euphorisch versichert, ich würde mein Bestes geben, für das nächste Konzert im Juni jeden erdenklichen Kleingeist mit halbwegs vernünftigem Musikgeschmack dazu zu mobilisieren, sein rezessionsgebeuteltes Portemonaie für ein wenig auditive Erlösung zu schmälern. Beim ersten Anblick etwas unscheinbar, doch wenn sie erstmal loslegen, fällt es schwer, still sitzen zu bleiben. Insgesamt eine durchweg harmonische Performance durchzogen von mitreißenden Soloeinlagen und getragen von einer mal durchdringend kräftigen, mal samtig weichen Stimme der überzeugenden Frontsängerin. Wer aus der Umgebung kommt und am 20. Juni noch nichts vor hat, sollte sich schleunigst um Karten kümmern. Get the Cat kann man dann nämlich für günstige 13,20 Euro (VVK-Preis) im Sensenhammer Leverkusen erleben. Ein kleiner Vorgeschmack:

Astrid, wo bleiben die Liedtexte!

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