Feb 03
Was regten wir uns alle darüber auf, als der finnische Handyhersteller Nokia vor einem Jahr sein Werk in Bochum schloss um den EU-Subventionsgeldern nach Tschechien hinterher zu ziehen. Heute stellt sich raus: Dankbar sollten wir sein! Denn wären die tausenden Arbeitsplätze erhalten geblieben, würde sich wohl auch unser Überwachungs-Staat heute wohl mit dieser netten neuen Erpressung aus dem Hause Nokia konfrontiert sehen: Legalisierte Bespitzelung oder Arbeitsplätze adé!
Der perfekte Vorwand für die zweite Stufe der Vorratsdatenspeicherung…
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15.02.2009 / 10:04h /
Dankbar sind wir auf gar keinen Fall. Ich weiß ja nicht wie sie darauf kommen, aber ich sehe das Ganze ganz anders. In Deutschland wären sie nicht auf die Idee gekommen, dass sie so einen Vorschlag machen. Denn sie wissen ganz genau, dass es in Deutschland überhaupt keinen Anklang gefunden hätte. Von daher denke ich, dass es nicht so schlecht gewesen wäre, wenn sie das Werk hier offen gelassen hätten und sich nicht ins Ausland verzogen hätten. Aber das sind halt alles nur Vermutungen.
26.02.2009 / 11:54h /
Mir kommt kein Nokia mehr ins Haus! Nokia hätte sich sowas in Deutschland nicht getraut. aber in Finnland sind sie der größte Arbeitgeber. Da kann man die Muskeln schon mal spielen lassen.
27.02.2009 / 11:01h /
Vor allem in Sachen Datensammlung seh ich in Google eine wesentlich größere Bedrohung. Was die Jagd nach Subventionen angeht, so sehe ich hier das Problem bei der grundsätzlichen Regelung. In der kapitalistischen Welt hätte man ein solches Umzugsverhalten von vornherein vorraussehen müssen. Die Bedingungen für subventionen müssten anders geregelt sein.
03.03.2009 / 22:09h /
Also ich habe schon seit der Schließung meine Konsequenzen daraus gezogen. Dass jetzt zusätzlich noch solche Informationen herausgekommen sind, erschreckt mich gar nicht mehr und bestätigt mich nur in meiner Haltung.