Wieder zieht ein Jahr ins Land. Und es fühlt sich komisch an. Früher steckte ich gefühlte Ewigkeiten fest in irgendwelchen Entwicklungsphasen. Pubertät nannten sie es. Selbst meinte ich längst - wie jeder andere Pubertierende auch - es sei doch schon alles entwickelt. Sehnte mir das niemals nahende Ende herbei. Und dann ging auf einmal alles ganz schnell. Das Ende der schönen Zeit, Schnappschluss mit lustig. Und ehe ich mich versah, war ich in aller Hektik des Erwachsenseins dabei, das nachzuholen, was ich beim Erwachsenwerden nicht genug ausgekostet hatte. Nur das mir jetzt nicht annähernd soviel Zeit zur Verfügung stand. Oder steht.
Und dennoch scheint mir oft so, als bräuchte ich sie auch nicht - als sei ich schon ein paar Schritte voraus auf der Suche nach dem nächsten Entwicklungsschritt, den ich weder benennen noch ansatzweise zu definieren weiß. Zu wenig kann ich anfangen mit den Dingen und Menschen, die mir der Alltag auf den Weg gibt. Heißt das nun Erwachsensein?
2010 bringt mir einen großen runden Geburtstag, aber warum fühlt sich all dies so wenig an wie mein dreißigstes Lebensjahr?
Das angebrochene Jahr steht für mich vor dem Ziel, Balance zu finden. Zwischen Alt und Neu, zwischen naivem Nachholen und persönlicher Evolution, zwischen Arbeit und Muße und zwischen konstruktiver und destruktiver Existenzverfechtung.
Willkommen 2010 und frohes Neues, liebe Leser!
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13.01.2010 / 12:19h /
Hi Tobi,
frohes Neues! Mach Dich nicht - so wie viele Menschen der vorwiegend weiblichen Spezies - verrückt bei dem Gedanken an die 30: es ist nur eine Zahl!!! Und wo Anfang und Ende, Alt und Neu, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenstoßen, man sich von dem einen verabschieden, das andere begrüßen oder Dinge einfach nur als gegeben akzeptieren muss… das entscheidest immer noch DU, mein Freund. Live. Love. Enjoy.
Cheers,
Peter
13.01.2010 / 14:28h /
verrückt machen nicht, aber gedanken schon …