Es gibt Autos. Und dann gibt es Cabrios. Und wenn man Letztere zum ersten Mal fährt, ist es ein wenig wie das Probieren einer Droge. Entweder der erste Eindruck verdirbt einem die Lust… oder aber man kann nicht mehr davon ablassen. Bei mir war es das Zweite, was mir diesen Sommer besonders schmerzlich bewusst wurde. Als dann die Einladung eintrudelte, im Juli der großen BDay-Party einer Freundin aus Münster beizuwohnen, wurde die Gelegenheit zur Selbstverständlichkeit erklärt und spontan ein sportlicher Flitzer beim nächstbesten Autovermieter gebucht. Meine Wahl fiel auf Europcar, der sogar eine Niederlassung hier im beschaulich kleinen Langenfeld unterhält.
Eine renommierte Marke, eigentlich keine Erwähnung wert, wenn sie nicht durch eine kleine Unverschämtheit aufgefallen wäre.
Bezahlt habe ich den Benz SLK nämlich zum Zeitpunkt der Buchung. Also vorab und mit Kreditkarte. Ein paar Tage nach der Rückgabe sehe ich dann auf einmal eine weitere Abbuchung von Euro 50,64.
Ich also angerufen, rumgemeckert mit dem Ergebnis: Ich soll auf dem Trip nach Münster und zurück und die paar Fahrten hier in der Umgebung happige 1.033 Kilometer zurückgelegt haben. Und damit die inbegriffene Pauschale von 900 Freikilometern um 133 überschritten haben.
Dasselbe sagt dann auch die Rechnung, die ich einen Tag später im Briefkasten vorfand. Hier ist nicht nur diese utopische Kilometerzahl aufgeführt, sondern zusätzlich noch ein völlig falscher Rückgabezeitpunkt vermerkt.
Kann man doch glatt auf die Idee kommen, da stecke System hinter: Wer sich ein cabrio für ein Wochenende leistet leisten kann, achtet aller Wahrscheinlichkeit nach nicht so auf’s Geld. Da kann man ja einfach mal ein paar Kilometer nachberechnen und schauen was passiert!
Natürlich pure Spekulation, denn wer will schon einer renommierten Firma wie Europcar solche unmoralischen Geschäftsgebaren unterstellen.
Auch wenn die gute Frau am Telefon alles andere als irritiert oder ablehnend klang, als ich ihr freundlich aber bestimmt erklärte, dass es sich um ein Missverständnis handeln müsse. Nein, keine Diskussion, kein Verweis auf ein ohnehin nicht existierendes Rückgabeprotokoll. Stattdessen kleinlaut als hätte man ein Kleinkind beim Stehlen ertappt: man werde die Sache nochmal prüfen und ggbf. den Betrag erstatten.
Sicher alles nichts weiter als ein großes Missverständnis. Europcar würde doch nie versuchen, seine Kunden über den Tisch zu ziehen?
Nur für den fall, dass man es drauf ankommen lässt, werde ich die Rückbuchung des Betrags auf meine Kreditkarte veranlassen. Wäre schließlich nicht das erste mal, dass mir meine Gutgläubigkeit zum Verhängnis wird…
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02.08.2010 / 09:19h /
vielleicht hat da dein EX-Stufenkammerad deinen Namen wiedererkannt und wollte dir eins auswischen
02.08.2010 / 10:19h /
ach, arbeitet da wer bei europcar?
03.08.2010 / 00:56h /
Sytem gegen tobe 1:0.
Aber die Engländer sagen ja auch das der Ball bei WM Spiel drin war!
25.08.2010 / 16:36h /
tja es heisst wohl nicht nur augen auf beim autokauf
der branche scheint es wohl nicht mehr ganz so glänzend zu gehen, in der letzten zeit höre ich die abenteulichsten storys.. vom wagen der beulen hat aber unfallfrei abgegeben wurde etc. etc.
08.09.2010 / 16:24h /
und? hast es sich wenigstens gelohnt so eine karre zu mieten?
viele weiber abgeschleppt?
11.10.2010 / 00:17h /
[…] für die ganz Großen. So habe ich bis heute weder mein Geld zurück, das mir Europcar im Juli zuviel abgebucht hat, noch ließ man sich zu irgendeiner Reaktion auf die Kommunikation meinerseits herab. […]