Wenn Technikexoten rar werden… Keine Wohnung für Neger
Jan 18

bar lounge restaurantVor ein paar Jahren veröffentlich auf diesem Weblog mal eine kurze Restaurantkritik über das Citro in Langenfeld. Damals fiel diese aufgrund sensationell schlechter Leistung aus der Küche alles andere als positiv aus. Mittlerweile frequenterer Besucher dieser zentral gelegenen Gaststätte möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, meinen Ersteindruck von damals revidierend zu ergänzen. Vor allem da der Artikel von damals immer mehr Besucher anzieht.
Ob Sofia und Theo allerdings bewusst ist, wessen Artikel auf Seite 1 bei Google da verlinkt ist, weiß ich nicht. Aber dennoch fühle ich jedes Mal, wenn ich ihre Gaststätte betrete, dass ich es ihnen schuldig bin, hier ein paar nettere Worte verlauten zu lassen. Schließlich ist ein gutes Image das EinUndAlles in der niemals einfachen Gastronomiebranche. Und darum hier nun eine ausführlichere Kritik - wie ich sie übrigens in nahezu inhaltsgleicher Form auch auf dem Meinungsportal ciao.de veröffentlicht habe…

Das Citro liegt zentral auf der Solinger Straße in Langenfeld, schräg gegenüber vom Eingang der C&A Filiale. Parkplätze gibt es in unmittelbarer Umgebung. Vor allem abends hat man hier keine Probleme. Wer per Bus anreist, steigt am Langenfelder Rathaus aus. Von dort sind es keine 5 Minuten Fußweg bis zur Tür des Citro, welche wochentags von 12-15 Uhr und 17:30 bis 24 Uhr geöffnet ist. Am Wochenende und Feiertags ist das Citro mittags geschlossen.

Wer eintritt, landet ersteinmal im kleineren vordergelegenen Bar & Lounge Bereich der Gastronomie. Neben ein paar Hockern an der Bar laden gemütliche Lederbänke und Sessel direkt am Fenster zum Verweilen ein. Dies ist auch der Raucherbereich des Citro. Ideal für alle, die “nur” etwas Trinken oder einen kleinen Snack zu sich nehmen möchten. Wer es auf die Speisekarte abgesehen hat, dem empfehle ich den Eintritt in den hinteren Bereich des Restaurants. Vorbei an einigen Tischen, die noch zum Raucherbereich zählen, gelangt man in einen Raum, in dem weitaus mehr Gäste Platz finden. Die komplette Einrichtung ist auch hier wie im vorderen Bereich im mediteranen Stil gehalten. Man hat das Gefühl woanders zu sein und gleichzeit vermitteln Wände und Dekoration Liebe zum Detail und schaffen ein persönliches Ambiente, das einen sich glatt ein wenig wie in einem zweiten gemütlichen Zuhause fühlen lässt.

Im Citro wird man von relativ jungem aber aufmerksamen Personal bedient. Hier gibt es je nach Tageszeit ein bis zwei Bedienungen für Lounge und Restaurantbereich. Die Bar ist dauerhaft besetzt. Trotz des Alters kommt die Bedienung ganz professionell rüber, freundlich aber nicht herzlich. Geführt wird das Citro von einem sehr liebenswerten Ehepaar, dass sich nach getaner Arbeit auch gerne mal unter die Gäste mischt. Wer die Gelegenheit ergreift, mit den beiden ins Gespräch zu kommen, merkt schnell, dass sie mit Leidenschaft dabei sind. Die herzliche Wirtsherrin bedient auch schonmal gerne selbst.

Die Speisekarte des Citro ist erfreulich übersichtlich. Hier zählt Qualität statt Quantität. Während einige Klassiker das ganze Jahr über die Karte besiedeln, findet man ansonsten jahreszeitlich abgestimmte Gerichte aus internationaler Küche. Das Essen schmeckt frisch, die Soßen sind sehr schmackhaft, das Fleisch von guter Qualität. Als Beilage gibt es verschiedenes Gemüse statt einem anderorts nahezu obligatorischen Salat.
Zuletzt aß ich im Citro zu Weihnachten Gänsekeule mit Spätzle und Rotkohl. Exzellentes Fleisch, dass durch leichtes Berühren mit dem Messer praktisch vom Knochen glitt. Die Spätzle waren die leckersten, die mir jemals untergekommen sind. Leider vergaß ich zu fragen, ob mein Eindruck mich trügte, dass die unregelmäßig geformte Pasta selbstgemacht war. Lediglich der Rotkohl mit seinem milden Geschmack hätte etwas mehr Apfel und Essig vertragen können.
Ein kleiner Insider-Tipp: Unbedingt die Fischsuppe probieren. Wenn sie nicht auf der Speisekarte geführt ist, trotzdem fragen. Dieser Klassiker ist laut Aussagen der Inhaber so beliebt, dass es auswärtige Gäste geben soll, die extra wegen ihr das Citro aufsuchen.

Was nichts kostet, is(s)t auch nichts. Dementsprechend haben die Speisen im Citro mittleres bis gehobenes Preisniveau. Snacks, Vorspeisen, Suppen und Nachspeisen bewegen sich zwischen 10 und 20 Euro. Hauptgerichte gibt es ab 15 Euro aufwärts. Über Mittagsgerichte und eventuell angepasste Preise kann ich nichts sagen, da ich bisher immer nur abends zugegen war. Getränkepreise bewegen sich auf üblichem Restaurantniveau.

Im Citro stimmen drei Dinge, die eine gute Gastronomie in meinen Augen auszeichnen: Essen, Ambiente und Bedienung. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch leider weiterhin eine Seltenheit. Und so zählt das Citro zu meinen ganz persönlichen Favoriten wenn es ums Essen- oder Ausgehen in Langenfeld geht. Da darf es auch gerne schonmal etwas mehr kosten.

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4 Kommentare zu “Das Citro - Gastronomie für Genießer”

Hast du keine Meinung?
  1. SyrelSnyr meinte:

    Das würde ich so unterschreiben!

  2. tobe meinte:

    und warum tust du’s nicht? ;-)

  3. SyrelSnyr meinte:

    Weil keine Autogrammstunde ist :-)

  4. Gastronomie meinte:

    @Tobe: Finde ich klasse, dass du nach wiederholtem Test auch deine Meinung etwas revidieren konntest. Das dann auch noch zu veröffentlichen, finde ich noch besser. Hut ab, wir brauchen Eier! :-)

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