Sep 07

Ach, was bin ich manchmal sentimental. Da kommt eine von diesen alienologischen Traumfrauwesen daher und schon verfalle ich hier in apokalyptische Gedankenverirrungen. Bayern war schon toll. Und damit meine ich nicht den Vortrag zum revolutionären Venus Project den ich am 28.08. in der TU München besucht hatte. Nein, das war Kinderkacke. Jacque, nimm’s mir nicht übel… lustig war es allemal, dir zuzuhören. Aber wenn du nicht mehr auf dem Kasten hast, als die Verschlimmbesserungsversuche der letzten Jahrzehnte zu bashen, dann Prost Mahlzeit, sollten wir wirklich vorhaben, hier die degressive Welt noch vor 3030 A.D. zu retten.

Unbegrenzte Ressourcen für jedermann ist gut und schön. Klappt auch für viele Sachen, wenn wir noch einen Zahn zulegen in Bezug auf effizienzoptimierte Technisierung. Aber bestimmte schöne Dinge auf dieser Welt lassen sich nunmal in keiner Form vervielfältigen. Und wo packt der Mensch sie dann hin, die Gier und die Ellbogen?!
Was nicht heißt, dass ich nicht weiter darüber philosophieren werde. Zum Beispiel auch darüber, warum zum Teufel das Ganze Venus-Project getauft wurde, wo diese Terminologie doch bei den meisten unweigerliche Assoziationen zu primären Geschlechtsteilen und damit verbundenen Frivolitäten zur allgemeinen Luststeigerung hervorruft.

Aber zurück zu wirklich toll und umwerfend. Und damit meine ich jetzt die ganzen postpubertären Adrenalinjagdsversuche meinerseits im Anschluss an besagten Event, die – so möchte ich sagen – mein Leben irgendwie doch ein wenig verändert haben. Nicht dass ich sagen könnte, wie genau. Und wenn ich es könnte, würde ich es euch wahrscheinlich ersparen. Wer will schließlich schon wieder einen Artikel voller Sentimentalität wie der Vorgänger?!

Aber alles erstrahlt jetzt in einem anderen Licht. Während ich mir im “Bunker X” des KZ Dachau angeschaut habe, wo damals nicht wenige Vertreter unreiner Rassen vergast wurden, sorgte hier ein gewisser Thilo S. mit neofaschistischen Parolen für ungeliebte Heiterkeit. Vielleicht sollte ich kurz Gedanken tauschen mit ihm, damit er direkt ein paar effiziente Ansätze entwickeln kann, wie er die ganzen kopftuchtragenden Sozialschmarotzer dieser ausländerverseuchten Nation wieder loswird.
Der Marketer muss zugegeben: Perfektes Marketing eigentlich. Denn auch schlechte Publicity ist Publicity. Und am Ende? Ach nein, nicht noch ein Buch, …und noch mehr Geld. Überraschung – es geht um’s Geld!
Eine Farce… wie so vieles. Aber eigentlich egal. Womit sich in diesem Sinne wahrscheinlich wieder der Kreis zur Zeitgeist Bewegung schließt.

Dieses bedruckte und in Streifen geschnittene Toilettenpapier ist es, was das aus uns macht, was wir sind. Und was immer mehr etwas aus uns macht, das nicht für immer sein kann. Und wir machen uns Sorgen, welche Minderheit wir als nächstes auf dem Weg dorthin vergasen?

Zurückfinden müssen wir. Zu dem was wir sind. Wo wir herkommen. Wo wir hingehören. Zu dem wir gehören. Das heißt auch Leben entdecken. Leben fühlen. Denn wissen wir heute noch was Leben ist? Leben ist das was wir jeden Tag tun. Aber fühlen wir das, was wir leben? Wenn etwas durch den Körper rauscht, wie Adrenalin es tut, dann lacht die Seele auf einmal laut auf. Über alle Magengeschwüre, die man sich geholt hat, wenn man im Büro sitzt und sich darüber stresst, ob ich ihm genug Geld einbringe, dass er uns genug Geld zahlt, damit ich am Ende genug Geld habe.
Wir meinen, wir haben Angst. Aber wie real sind diese Ängste?! Hast du jemals versucht, dich selbst zu besiegen? Was Angst macht, ist da draußen. Und draußen ist real. Wenn du etwas da draußen findest, das dir Angst macht, und du besiegst es, dann bekommt Angst ein neues Gesicht. Und dein Leben ein anderes Gefühl!

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3 Kommentare zu “Leben in Angst”

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  1. Joh meinte:

    Junge, junge…
    Du sollst endlich mit den Drogen aufhören!

  2. Mark meinte:

    hehehe @ Joh

    Hier vielleicht etwas, dass dich interessieren könnte:
    http://www.nuoviso.tv/

  3. tobe meinte:

    @joh: na so wie ich das sehe sollte ich endlich mal damit anfangen… anders kann man das hier ja kaum noch ertragen ….

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