Mai 13

Freitag der 13.? Ich persönlich bin ja gut aus dem Bett, auf die Straße und zur Arbeit gekommen. Überhaupt was soll der Aberglaube?! Es gibt keine schlechten Tage, es gibt nur schöne Tage und weniger schöne Tage. Und das egal ob Freitag der 13. ist.
Für Rolf Schälike ist heute einer dieser weniger schönen Tage. Ein Mann, den ich für sein Rückgrat bewundere und der heute mittag für fünf Tage hinter Gitter wandert. Weswegen? Weil er sich weigert, 500 Euro Bußgeld zu zahlen. Nicht, dass er keine 500 Euro entbehren könnte, aber es geht um’s Prinzip. Und für Schälike damit um Protest.

500 Euro soll er zahlen, weil er über den gerichtlichen Vergleich mit irgendsoeinem zwielichtigen Pseudobörsenguru und Pennystock-Pusher berichtete, der seinen Lebensunterhalt damit bestreitet, dem gemeinen Volk zu erzählen, wie es ganz schnell das ganz große Geld machen kann.
Zu berichten – will dabei gesagt sein – ist was Schälike als Gerichtsreporter seit Jahren mit Leidenschaft tut. Vornehmlich auf buskeismus.de, einer Seite, die vor allem durch die präzise Schilderung von Verfahren des umstrittenen Hamburger Richters Buske, insbesondere meinungsfreudigen Bloggern ein Name sein dürfte. Aber auch mein Kampf für die Meinungsfreiheit beim Landgericht Berlin gegen den mittlerweile insolventen Betreiber von Swoopo.de fand dort seinerzeit Erwähnung.
Für Rolf geht es jetzt um seine ganz persönliche Demonstration gegen die “Zensur durch unsere Pressekammern”, die “Inhaftierung wegen Äußerungsdelikten auf Antrag von Kriminellen und sonstigen fragwürdigen Gestalten”, den “Missbrauch des Persönlichkeitsrechts für gewerbliche Zwecke” und die “Entwürdigung von Äußernden aus geschäftlichem Interesse”.

Ich kann nur sagen: Hut ab dafür! Diese Lachnnummer eines Rechtsstaats hat sowas leider dringend nötig, denn zuwenige wissen um ihre peinliche Unzulänglichkeit.

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