Circle of Success Diktatur des Kapitals
Jun 11

Psychologie und speziell Angstforschung hatten in früher Wissenschaft wenig mit statistisch valider Evidenzforschung zu tun. Sigmund Freud und Co entwickelten nicht selten aus wenigen subjektiven Einzelbeobachtungen heraus allgemeingültige Theorien, mit denen sie sich im Zweifel auch über Ausnahmen hinwegtäuschten. Erst später ging man daran, z.B. bestimmte Hypothesen für Angstentstehung durch Versuche oder Befragungen zu untermauern. Und das sah dann z.B. so aus:

Man nehme zwei gleichartige Ratten identischer gesundheitlicher Konstitution und sperre sie jeweils in einen Käfig. Man quäle beide Ratten dann in unvorhersehbaren Intervallen aber gleichzeitig mit Stromstößen, wobei man einer der Ratten die Möglichkeit gibt, in ihrem Käfig über einen Hebel-Schalter die Stromstöße für beide Ratten zu unterbrechen, während der gleiche Hebel im Käfig der anderen Ratte wirkungslos bleibt.

Man wird beobachten, dass die Ratte die keine Kontrollmöglichkeit hat, unweigerlich ein Magengeschwür entwickelt. Was auf nette Art und Weise demonstriert: Stress ist nicht gleich Stress. Abgeleitet wurde daraus dann das “Modell der erlernten Hilflosigkeit”, das heute zur Erklärung von Depressionen verwandt wird. Interessant, interessant…

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