Sep 09

test restaurant am katzberg langenfeld kritikJeder macht Fehler. Fehler sind menschlich. Und Dienstleister, die den ein oder anderen Fehler machen, sind nicht automatisch schlechte Dienstleister. Von daher hätte das Restaurant Heaven’s, mit dem wir unseren Abteilungsausflug am Golfplatz Langenfeld am Freitag vor einer Woche abrundeten, hier eigentlich keinerlei Erwähnung verdient. Hier mal ein Getränk vergessen, dort mal ein falsches gebracht. Alles im Bereich des normalen Tragik-Spektrums hiesiger Bewirtungskultur. Auch wenn die ein oder andere Speise bei gut und gerne 12 Personen nicht ganz den Vorstellungen seines Konsumenten entsprach, ist dies nicht zwangsläufig einen Blogeintrag wert. Vor allem wenn die Gastronomie das Anstandsprinzip verinnerlich hat, den Schaden mit dem ein oder anderen Freigetränk zu kompensieren.

Dass es letzlich doch dazu kam, wie es kommen musste, nämlich diesem Artikel, verdankt das Heavens am Katzberg nicht so sehr den vollbrachten Malheuren, sondern vielmehr der Art und Weise wie es in der Ganzheit des Abends mit seinen Fehlern umgegangen ist oder besser gesagt mit den Menschen, die den Mut aufbrachten, diese Fehler zu reklamieren. Ein wenig leid tat uns zweifelsohne die engagierte und erfahrenere der beiden Bedienungen, die – irgendwie etwas zwischen den Fronten – auf zweierlei Seite unter Druck gesetzt schien. Auf der einen Seite eine Gruppe Gäste, die sich nicht scheuten, auf die wahrgenommenen Unpässlichkeiten hinzuweisen – auf der anderen Seite die Betreiberin höchstpersönlich, die der Kritik nicht mit Dankbarkeit sondern mit Überheblichkeit begegnete.
Während des gesamten Abends brachte Letztere es bis zum Schluss nicht einmal fertig, an unseren Tisch zu kommen und sich zu entschuldigen, z.B. dafür, dass es das ein oder andere in der Karte geführte Getränk nicht mehr gab, oder dafür dass trotz weit im Voraus getätigter Reservierung eine ganze Reihe der Speisen nicht mehr oder nur noch ungenügend vorrätig waren, oder dafür, dass einem von uns ein Haar in seinem Nachtisch serviert worden war.
Zu Gesicht bekam man die gute Frau genau zweimal: Einmal als sie am Nachbartisch als Nachspeise Gerichte anbot, die zuvor bei der Nachfrage unsererseits nicht im Angebot waren. Und ein zweites Mal als sie erzürnt über unsere Konfrontationsfreudigkeit zu uns trat, um uns im wahrsten Sinne des Worte “rauszuschmeißen”.

Vielen Dank auch, Frau Marion Alexander! Wir haben verstanden, dass Gäste wie wir bei Ihnen unerwünscht sind! Und dass sie keinen Wert auf unsere erneute Anwesenheit legen, konnten wir spätestens nach Kontrolle der Rechnung merken, auf deren direkten Begleichung Sie auf einmal entgegen der ursprünglichen Vereinbarung pochten. Dabei wären wir auch ohne, dass Sie den “behaarten” Nachtisch, der eigentlich für alle auf’s Haus gehen sollte, trotzdem abrechnen wollten, kein zweites Mal zu Ihnen gekommen!
Wir wünschen im Weiteren noch viel Erfolg mit dieser besonders nachhaltigen Form der öffentlichkeitswirksamen Geschäftspolitik! Die Schuld für eine Gästeflaute sollten Sie fortan aber vielleicht woanders als in irgendeiner
Wirtschaftskrise suchen…

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4 Kommentare zu “Heaven’s forbid”

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  1. Cora meinte:

    gibt es eigentlich auch irgendeinen Laden in Langenfeld der deiner Meinung nach nicht absolut scheiße ist?!?du machst dich total lächerlich,merkst du das nicht?!?

  2. tobe meinte:

    da verdrehst du etwas: lächerlich machen sich eigentlich nur die vertreter der gastronomischen inkompetenz, von denen es in langenfeld warum auch immer viel zu viele auf einem haufen gibt…

    und ja, es gibt sogar einige wenige gute gastros: z.B. das citro, haus arndt/irish pub, das falken brauhaus oder das thai china vietnam restaurant

  3. Cora meinte:

    Achso,und hast Ahnung von Gastronomie?
    das bezweifle ich mal ganz stark!
    außerdem kommt es auch auf die Art und weise an wie man etwas vermittelt!
    also ich selber kellnere auch,aber bei solchen Gästen wie dir vergeht mir der Spaß an meinem Job!!!

  4. tobe meinte:

    keine ahnung ob ich ahnung von gastronomie habe… brauche ich das? ich weiss, wann ich als kunde zufrieden bin und das ist das grundcredo nach dem ein unternehmer in der dienstleistungsbranche handeln sollte… und gastronomie ist nun mal dienstleistung… wer das nicht begriffen hat, mag vielleicht ahnung haben, aber eben nicht genug um seinen job vernünftig machen zu können…
    kellnerinnen wie du sind dabei oft auch zu unrecht opfer, da sie im zweifel die ersten und leider immer öfter auch die einzigen sind, die den unmut der gäste abbekommen… mein beileid an dieser stelle!
    auf der anderen seite kann eine herausragende kellnerin auch noch so einiges schiefgelaufenes kompensieren… oder in die andere richtung auch genauso teil des “problems” sein…
    wenn dir bei ernstgemeinster und ernstzunehmender kritik der spaß am job vergeht – schade! aber vielleicht solltest du den schuldigen dafür woanders suchen…

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