Der Globalisierung hatten wir es damals zu verdanken, dass wir den Qualitätsausweis “Made in Germany” still und heimlich von unseren Produkten und Verpackungen verbannen durften. Um im Wettlauf des Wettbewerbs bestehen zu können, wurde “Outsourcing nach Fernost” zum neuen Credo erklärt – zur Senkung der Kosten und Erhaltung der Marktfähigkeit.
“Made in China” genoss zu einem Bruchteil der Kosten langezeit den aufblühenden Ruf einer vorbildlichen Qualität dank wegweisender Fehlerintolerenz, wenngleich selbiger Hinweis niemals stolz auf den Produkten prankte wie sein deutsches Pendant, sondern vielmehr – wenn überhaupt erwähnt – irgendwo versteckt, oder auf der Verpackung unter belanglosen anderen Details verloren, Erwähnung fand.
Heute findet sich China Dank des dem Bann des Wachstums unterworfenen Systems des Kapitalismus in einem Rollenwechsel wieder. Steigende Reallöhne in Asien bescheren alten Werten offenbar eine Renaissance, hinsichtlich der Qualität scheint man sich wieder auf das gute alte Deutschland zu berufen – so fand ich auf meiner neuesten IT-Akquisition zumindest folgenden Hinweis:

…nur eine Frage der Zeit bis sich “Made in Germany” wieder lohnt?

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