Nov 21

Es scheint also zwei Wege zu geben, beim Konsum glücklich zu sein: ihn ständig höherzuschrauben oder uns bewusst zu werden, dass wir genug haben. Das Einzige, woran bei uns wirklich ein Mangel besteht, ist der Mangel selbst.
Wenn Ökonomie ihr Ziel verliert, bleibt uns nur noch eins: Wachstum – ein Wachstum, das nichts kennt als sich selbst, da es kein Ziel als Maßstab hat. So ein Wachstum ist durch ein Gefühl der Ziellosigkeit mit Sinnlosigkeit und Heimatlosigkeit verbunden. Auf ein Ziel zuzulaufen ist etwas anderes, als um des Laufens willen zu laufen. Wenn wir um des Laufens selbst willen laufen, laufen wir im Kreis, und dagegen ist nichts einzuwenden; wir dürfen uns dann allerdings nicht wundern, dass wir “nirgendwo hingelaufen” sind.

~ aus “Die Ökonomie von Gut und Böse” von Tomas Sedlacek

Wenn dir der Artikel gefallen hat, abonniere den kostenlosen RSS-Feed von !
Stimme ab: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Be the first!)
Loading ... Loading ...
1,633 views

Kommentieren