Sep 20

wähle jetzt das bedingungslose grundeinkommenmal mache ich dies, mal das. dann sehe ich dort was anderes, will es ausprobieren. studiere, probiere, merke es ist nichts, aber auf dem weg hat sich schon wieder etwas neues ergeben. parallel läuft da ja auch noch die sache von davor und eigentlich hätte ich auch mal wieder lust auf was ganz anderes.
das eine erlaube ich mir, weil es spaß macht, das andere macht mich frei, weil es mir ein gefühl von selbstwirksamkeit gibt. keines ist so richtig zu ende gedacht, geschweige denn geklärt, ob man damit allein auch seine existenz sichern könnte.

dafür fehlt auch die zeit, denn da ist ja auch noch der ganz normale alltagsjob, den ich nicht liebe, aber von dem ich abhängig bin, weil er irgendwie am meisten geld einbringt.
und dann kam mir neulich so eine ahnung. vielleicht ist das mit dem EINEN job, der einen glücklich macht, so gar nicht mein ding. und so stritt ich im innen und außen über die plötzlich neue frage, ob es sein könnte, dass mein mangel an “commitment” – wie es so schön neudeutsch heißt – vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass irgendwas in mir sich gar nicht festlegen will. dass ich die freiheit brauche, alles zu tun, was mich interessiert. allen impulsen nachzugehen, auch losgelöst davon, ob sie mir was bringen oder mich vielleicht sogar was kosten.
wobei geld die konstante ist, die immer bleibt. zum leben und für die ein oder andere sache, die man ausprobieren will, die etwas kostet.
fakt ist auch: so wie das heute mit der arbeit funktioniert, kann ich das nur schwierig bis gar nicht weiter erkunden. mein job ist wie ein gefängnis ohne gitter. ich kann zwar jederzeit raus, aber irgendwie auch doch nicht, denn ich bin ja auf das geld angewiesen, das es mir einbringt. und so kann ich es im grunde nur eintauschen gegen ein anderes und hoffen, dass es dann neue schönere tapeten und ein gemütlicheres bett hat.

anders würde das ganze aussehen, wenn es ein bedingungsloses grundeinkommen gäbe.
wenn einkommen nicht mehr gekoppelt wäre an arbeit. wenn das menschenrecht auf ein würdevolles dasein nicht mit arbeit bezahlt werden müsste.
die zeit ist überfällig. zeit für all jene, die wie ich ein leben in würde und gleichzeitig in freiheit leben wollen. die freiheit alles zu probieren, was einen interessiert. zu verfolgen worauf man lust hat, und schlussendlich aus dem etwas machen, was einem wirklich liegt. wirklich großes kann nur aus freieit und kreativem spielen entstehen.

die gute nachricht: nächsten sonntag können du und ich einen entscheidenden beitrag dazu leisten, dass wir alle diese freiheit bekommen.
denn zum ersten mal in der geschichte der bundesrepublik deutschland ist das grundeinkommen wählbar! nicht als konzept, aber immerhin als partei, die die idee repräsentiert.
und das grundeinkommen wird kommen, es ist nur eine frage der zeit.

mach mit und zähle zu denjenigen, die mit ihrer zweitstimme dafür sorgen, dass diese zukunft ein stück schneller in greifbare nähe rückt: setze dein kreuz für die ein-themen-partei “Bündnis Grundeinkommen – Die Grundeinkommenspartei“!

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