Bildungsfernsehen ist Fernsehen, das bildet. Oder zumindest bilden soll. Und ist von daher tendenziell selten sonderlich unterhaltsam.
Doch manchmal, da weiß es auch zu überraschen. Dann zum Beispiel wenn etwas als sensationell neue Erkenntnis verkauft wird, was eigentlich jeder Zwerg gelernt hat, der mindestens zehn Jahre seines Lebens in jener Institution die Bank drückte, die bis dato offenbar ungerechtfertigt den Namen “Schule” trug. » Weiterlesen »
Wenn ganz viele Menschen aus verschiedenen Ländern an einem Ort zusammenfinden, verständigen sie sich gerne auf die Verwendung einer Sprache, die alle verstehen. Für gewöhnlich - es sei denn Gastgeber des Events ist Frankreich - fällt die Wahl auf die Sprache Englisch, denn sie gilt heute von allen Sprachen als die Weltsprache, derer jeder Bewohner dieses Planeten mächtig zu sein hat. Egal ob Plumskloputzer aus Bollywood oder Vorstandsvorsitzpupser Made in Germany.
Das sieht übrigens auch der von Angie entsandte EU-Kommissar Günther Oettinger so. Umso sensationeller, mit welcher Eloquenz er sich der englischen Sprache zu bedienen weiß: » Weiterlesen »
Abwrackprämien für Impfungen machen ja leider wenig Sinn. Darum geisterte gestern mal wieder subtile Pharmapropaganda durch die Medienwelt: Auf dem Weg nach Hause belästigte mich mein Autoradio mit insistenten Empfehlungenen für Impfungen gegen die böse Schweinegrippe. Die selbster- und soge-nannten Experten des Landes gehen davon aus, dass sich die allgemeine Skepsis hinsichtlich Nebenwirkungen schnell legen wird. Schließlich sind bereits ganze sechs Menschen in Deutschland an dieser weltweit zweitgrößten Bedrohung für die Menschheit gestorben. Wow, ganze 6?!?
Die werden ganz bestimmt den Ausschlag geben, dass ich mir beim Arzt die Spritze setzen lasse. Auch wenn ich das bei der normalen Influenza nie getan habe. Daran sterben in Deutschland ja jährlich auch nur 1900 mal soviele Menschen…
Neues Wochenende, neue Lesezeit. Heute morgen habe ich mich auf eines meiner Geburtstagsgeschenke gestürzt: “Es kommt nicht drauf an, wer du bist sondern wer du sein willst” ist eine pfiffig aufgemachte Anleitung zum persönlichen Erfolg. Langatmige Erläuterungen wissenschaftlicher Studien oder philosophischer Entdeckungsreisen wird man hier vergeblich suchen. Eher kurz und bündig, fast schon wie Handlungsaufforderungen lesen sich die trivialen bis tiefgründigen Einsichten, mit denen Autor Paul Arden vor allem eine Erkenntnis unter Einsatz seines Sammelsuriums aus dem Leben gegriffener Anekdoten provoziert: Veränderung kommt aus uns selbst heraus. Und das zu haben, was man gerne hätte, fängt damit an, es auch wirklich zu wollen.
Widersprüchlich wie die Ursache-Wirkungseffekte an der Börse sich heute gestalten, kann das Kaufen von Wertpapieren nach Unternehmensnachrichten oder gar Bauchgefühl mächtig in die Hose gehen. Chartanalysen bewerten Kursverläufe nüchtern und losgelöst von externen Effekten. So können Abwärtstrends frühzeitig entdeckt und Aufschwünge rechtzeitig mitgenommen werden. Soweit die Theorie. Heute abend sponsort die Börsencommunity Sharewise ein 60-minütiges Multimedia-Seminar zum Thema “Handelssignale und Handelsstrategien”. …Kostenlose Anmeldung unter sharewise.org
Bilder über Bilder. Mehr als je zuvor. Das Fernsehen ist voll davon. Das sehe auch ich jetzt. Heulende Menschen, Gedanken und Gedenken. Acht Jahre nach dem Fall der Türme scheinen die Diskussionen so heiß wie nie zuvor. Und überall sieht man billige Pseudo-Dokus, zumeist rübergeschwappt aus den U.S.A., die krampfhaft versuchen, das offizielle Terror-Märchen aufrechtzuerhalten. Zweifelsohne schade um die vielen Menschen, die 2001 ihr leben verloren. Aber viel trauriger, dass wir die Körnchen der Wahrheit auch heute immer noch als unmögliche Verschwörungstheorien verkauft bekommen…
Spätestens seit der aktuellen Rezession habe ich aufgegeben, die Wirkmechanismen des Aktienmarktes mithilfe rationalen Menschenverstandes begreifen zu wollen. Sogenannte Experten prognostizierten Massenkonsolidierung im Technoligiemarkt, Entlassungswellen in der Automobilbranche und Blasenplatzpleiten in der Immobilienbranche. Und welche Aktien heben sich als einzige Gewinner aus meinem Portfolio hervor: Samsung SDI und BMW sowie der mit am längsten an der Verlustvermeidungsfront residierende Gewerbeimmobiliensanierer IFM. Doch wenn man sieht, wie Papiere der staatsfinanzierten Pleitebank und Heuschreckenopfer IKB auf Negativpresse reagieren, muss man sich fragen, wie verrückt tickt die Börse wirklich?
Wenn man beim abendlichen Zappen über unsinnbabbelnde Ex-BB-Bewohner oder leichtbekleidete Modelcasting-Abfälle stolpert, die einen mit den plumpesten Maschen dazu bewegen wollen, bei unlösbaren Quiz- und Rätsel-Spielchen ‘nen halben Euro dafür auszugeben, dass man an der kostenpflichtigen Hotline mit seiner ohnehin falschen Lösung gar nicht erst durchgestellt wird, dann reden wir von den “einigen Gewinnspielsendungen“, die laut überfälliger Erkenntnis der Landesmedienaufsicht gegen geltende Verbraucher- und Jugendschutzgesetze verstoßen. Wie schön, dass man endlich einschreitet. Und nachdem Privatsender demnächst massiv zur Bußgeld-Kasse gebeten werden, setzt man sich dann wahrscheinlich so um 2020 rum auch mit den Anbietern ähnlicher Maschen im Internet auseinander. Aber dafür muss der Medienaufsicht wahrscheinlich erst einmal jemand verklickern, dass das Internet ja auch ein Medium ist…
Vielleicht mal wieder Zeit für einen neuen Artikel über mein persönliches Sorgenkind Swoopo, oder was meint ihr?

Ein Blog lebt immer irgendwie auch von Interaktion. Und weil diese hier leider immer noch relativ spärlich gesät ist, erfreute es mich, zu sehen, wie sich auf einmal Verena, Nils, Marco, Nadja, Stella & Co an meinem Blog ergötzten um eifrig über allerlei Einträge von mir zu lamentieren. Bis ich merkte, dass sie sich alle gar nicht Verena, Nils, Marco, Nadja, Stella & Co tauften sondern sich stattdessen hübsche Namen wie “Urlaubsreisen Schweiz”, “Girokonto ohne Schufa” oder “kostenlos Geld verdienen” verpassten. Und welch Zufall, dass hinter diesen Namen bei jedem Kommentar auch gleich ein Backlink auf eine Webseite gesetzt wurde, die zwar in enger Verbindung stand mit dem Namen, der keiner war, die dafür aber mit meinem Blog ungefähr soviel gemein hat wie Dönerspieße mit Fleischfladen.
Seit Jahren leidet die weltweit größte IT-Messe unter schwindenden Besucherzahlen. Daran hat sich auch 2009 nichts geändert. Zeit für ein paar neue Schlagzeilen. Denn wenn die Cebit nicht mehr allein mit Technik zu begeistern vermag, dann vielleicht mit ein paar hausgemachten Statistiken garniert mit regenbogenpressereifen Überschriften. Heute: das Web ist wichtiger als der Lebenspartner. Was erstmal so klingt, als würde Otto Normal das WWW dem sozialen Miteinander einer partnerschaftlicehn Beziehung vorziehen. Ganz so wie in dieser cineastischen Antiwerbung, in welcher der raubkopiersüchtige Downloadjunkie seine, sich lasziv im Hintergrund räckelnde Bombenfreundin links wie liegen lässt. Auf den ersten Blick provokativ, auf den zweiten aber gar nicht so substitutiv wie es der Titel vermuten lässt.
Schließlich ist es ein Unterschied ob man fragt: Wenn du die Wahl hättest, was würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen: deinen lieben Partner oder das Internet? …oder ob es im Fragebogen nacheinander und vielleicht nicht einmal zusammenhängend heißt: Auf einer Skala von eins bis zehn, wie wichtig ist dir Internet? Wie wichtig ist dir ein geregelter Lebenspartner?

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