Hunde sind tolle Tiere, keine Frage… so als Haustier. Nicht so nett, wenn die in freier Natur einen auf Karnickelzucht machen. Apropos Hunde, Natur und Karnickelzucht: am wenigsten verstehe ich jetzt gerade aber dann auch grundsätzlich, was denn nun die Euro2012 mit Hunden zu tun haben soll. Vor allem nicht mit toten.
Und doch wird man vornehmlich auf Facebook zugekleistert mit Fotomontagen für Protestaufrufe. Angeblich schläftert man in der Ukraine momentan haufenweise dieser Freiläufer ein. So, what? Und vor allem: what’s the news?
Wer versucht, aus Schubladen auszubrechen, landet nur in einer neuen. So zumindest mein Eindruck, nachdem ich mein erstes Buch beim Koop-Verlag bestellt habe. Koop beschreibt sich selbst als Verlag, der Fakten und Meinungen publiziert, die in den Mainstream-Medien tabuisiert und unterdrückt werden. Marketing-Slogan: Informationen, die Ihnen die Augen öffnen. Angeregt durch die faszinierende Dokumentation “Thrive” hatte ich ein Buch über freie Energie bestellt. Als ich das Paket auspackte, fiel mir ein Stapel Informationen von ungeheurlicher Brisanz in den Schoß.
So grottig wie der gleichnamige Film sind auch sonst die gängigen Klischees zum Jahr “2012″, beziehungsweise was danach passieren wird. Oder nicht passieren wird? Denn alle Welt spricht vom Weltuntergang. Von wegen Maya und Hochkultur, ein Kalendar geht zu Ende. Aber wie sagte schon der amerikanische Soziologe Robert Staughton Lynd: Es ist leichter, eine Lüge zu glauben, die man hundertmal gehört hat, als eine Wahrheit, die man noch nie gehört hat:
Vater: Ich werde dich mit einem Mädchen meiner Wahl verheiraten!
Sohn: Nein!
Vater: Es ist die Tochter von Bill Gates!
Sohn: Dann… Okay!
Vater geht zu Bill Gates
Vater: Ich will meinen Sohn mit deiner Tochter verheiraten!
Bill Gates: Nein!
Vater: Er ist der Geschäftsführer der World Bank!
Bill Gates: Dann… Okay!
Vater geht zur World Bank
Vater: Ich will, dass Sie meinen Sohn als Geschäftsführer einstellen!
World Bank: Nein!
Vater: Er ist der zukünftige Schwiegersohn von Bill Gates!
World Bank: Dann… Okay!
…via email
Möglicherweise ist die Antithese nicht die Lösung. Vielleicht kann es funktionieren – vielleicht, wenn man darüber redet, wie er Dinge sein sollten mehr als darüber wie sie sind. Eine Frage bleibt aber: Können sie werden, wie sie sein sollten? In “Führen, Gestalten, Bewegen” fand ich ein Zitat, das hiermit rausgeht an meinen Chef, und seinen Chef und alle Manager dieser Zeit, die unternehmerische Verantwortung tragen, aber irgendwie nicht begriffen haben, worum es eigentlich geht:
Datenschutz ist gut und schön. Ich kenn da so ein paar legitime Querulanten, die in emsiger Auslebung ihres Rechts auf informationelle Selbstbestimmung Facebook nicht nur boykottieren sondern jeden angemeldeten Facebook-Hammel eins auf die Semmeln geben, wenn man sie dort namentlich erwähnt oder gar eine Veranstaltungseinladung an ihre Emailadresse schickt. So weit so gut.
Inkonsequenterweise stelle ich immer öfter fest, dass ebenjene Leute ohne mit der Wimper zu zucken ihre und meine Daten an whatsapp verschenken, nur damit sie sich ein paar Cent für die ein oder andere SMS sparen.
Der Globalisierung hatten wir es damals zu verdanken, dass wir den Qualitätsausweis “Made in Germany” still und heimlich von unseren Produkten und Verpackungen verbannen durften. Um im Wettlauf des Wettbewerbs bestehen zu können, wurde “Outsourcing nach Fernost” zum neuen Credo erklärt – zur Senkung der Kosten und Erhaltung der Marktfähigkeit.
Wer hätte das gedacht. Peter Joseph im TV. Auf der anderen Seite nicht weiter verwunderlich, wenn wir uns anschauen, was weltweit gerade geschieht. Spätestens die Occupy-Demos zeigen, wieviele Menschen bereits aufgewacht sind zu der Erkenntnis, dass wir einige Dinge grundlegend ändern müssen. Das russische BBC-Äquivalent, Russia Today hat gestern ein Interview mit dem Macher der Filmreihe und dem Begründer der Zeitgeist-Bewegung geführt:
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