Egal ob nun eine naive Hegemann, der ihr Versäumnis offiziell ja schrecklich leid tut oder ein pragmatisch lässiger Frank Schätzing, in dessen Augen das Ganze ja völlig normal sei - die Botschaft ist dieselbe. Plagiaterie ist salonfähig. Zumindest, wenn man sie sich leisten kann. Dass bei derselben Angelegenheit in Grün - namentlich Filesharer, die ihren nächsten Lieblingssong als Mp3 ziehen - haufenweise Existenzen in den Ruin geklagt werden, ist doch unwesentlich.
Aber gut - die können es sich ja auch nicht leisten. Vielleicht sollten sie sich einfach ein Beispiel an der Literaturindustrie nehmen und das tun, was die Gesetzgebung so scheinheilig zu verhindern sucht: das zu Geld machen!
Neulich per Mail über unsere offizielle Firmen-Kontaktadresse:
Hallo,
ich würde gerne meine Adresse verkaufen. Gern auch mit persönlichen Angaben und ggf. Kontoverbindung. Was könnte ich dafür bekommen?
Viele Grüße
Marc S.
Die Rezession schlägt immer weitere Kreise. Nicht so beim Auktionshaus ebay. In einer inoffiziellen Pressemitteilung annoncierte Deutschland-Geschäftsführer Dr. Stephan Zoll heute morgen, dass man aufgrund endlich wieder wachsender Mitgliedszahlen gezwungen sei, die Abteilung für “Kundenservice und Kundenzufriedenheit” postwendend zu schließen. Man könne der ebenso proportional wachsenden Heerschar von Supportanfragen einfach nicht mehr Herr werden.
…können genießen. Jedenfalls meinen das die Rauchermeister von Seefisch. Allerdings nicht ohne Aufwärmen. Wir kennen das vom Sport. Doch weil tote Fische sich nicht warm machen können wie der Mensch mittels dehnender Gymnastikübungen - einfach eine Weile bei Zimmertemperatur liegen lassen. Dann kommt er, der Genuss:
Das deutsche Steuersystem ist so komplex, dass es unzählige Möglichkeiten zur Hinterziehung von Steuern bietet. Und wenn bei steigendem Einkommen auch die Steuerlast steigt, ist das eine glasklare Einladung sein Einkommen an der Steuer vorbei ins Ausland zu schiffen. Dergestalt sieht offenbar die Legitimierung von Steuerhinterziehung aus Sicht ausländischer Privatbanken aus. So oder so ähnlich liest sich zumindest das umgekehrte Statement eines IT-Experten, der auf SPIEGELonline zum Thema “Steuersünder-Datenbanken” zitiert wird. » Weiterlesen »
Bildungsfernsehen ist Fernsehen, das bildet. Oder zumindest bilden soll. Und ist von daher tendenziell selten sonderlich unterhaltsam.
Doch manchmal, da weiß es auch zu überraschen. Dann zum Beispiel wenn etwas als sensationell neue Erkenntnis verkauft wird, was eigentlich jeder Zwerg gelernt hat, der mindestens zehn Jahre seines Lebens in jener Institution die Bank drückte, die bis dato offenbar ungerechtfertigt den Namen “Schule” trug. » Weiterlesen »
…kann ich euch nicht mit ins Bad nehmen. Nein Mädel, eher “Gottseidank!”. 16 Minuten Abschminksession, netto - mit Zeitraffer. Das sind 16 Minuten zuviel. Und ich bin draußen wie deine Mitesser. Und das schlimmste iss, sie hat noch mehr davon. NadjaCosmetics:
Wenn ganz viele Menschen aus verschiedenen Ländern an einem Ort zusammenfinden, verständigen sie sich gerne auf die Verwendung einer Sprache, die alle verstehen. Für gewöhnlich - es sei denn Gastgeber des Events ist Frankreich - fällt die Wahl auf die Sprache Englisch, denn sie gilt heute von allen Sprachen als die Weltsprache, derer jeder Bewohner dieses Planeten mächtig zu sein hat. Egal ob Plumskloputzer aus Bollywood oder Vorstandsvorsitzpupser Made in Germany.
Das sieht übrigens auch der von Angie entsandte EU-Kommissar Günther Oettinger so. Umso sensationeller, mit welcher Eloquenz er sich der englischen Sprache zu bedienen weiß: » Weiterlesen »
Auf dem Laptop eine Mail verfassend überbrücke ich die Werbepause des Sonntagabendfilms als ein Werbeslogan aus der Aneinanderreihung nervtötender Konsumhypnosen besonders hervorsticht. Ungläubig blicke ich auf. Eine maltesische Firma, die unter anderem Glücksspiele auf 9Live veranstaltet, missbraucht frech das Markenimage meines Nachnamens:
Große Diskussion in Radio und TV. Impf ich mich - oder impf ich mich nicht. Auch auf WDR2 konnte man hierzu diverse Meinungen hören. Hörer konnten anrufen. Rede und Antwort stand unter anderem auch eine Frau Doktor Dorothea Prütting aus dem NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Asoziales. Verlauten ließ sie, dass es eine große Verantwortung eines jeden Einzelnen sei, im eigenen Interesse aber vor allem auch im Interesse aller Mitmenschen jetzt angemessen mit einer Impfung zu handeln, wenn - so der Originalwortlaut - ein derartiges Virus auf den Markt kommt.
Na denn, hätten wir ja geklärt, woher, warum und wozu. Applaus an die Pharmaindustrie!

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