Jan 25

kaufe offline lokalMr. Online kommt ins Grübeln. Die ganze Kritik in seinem Kopf. Kritik an diesem Schweinesystem. Genährt über Jahre Dank einer Sache. Büchern. Bücher, die er meist bei Amazon bestellte. Völlig ohne nachzudenken. Was war schon dabei. Es war bequem. Es war transparent, kundenorientiert, preiswert. Und es war vor allem eines… schnell. Heute kann er es nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Nach allem, was über die Sklavenhaltung bekannt wurde. Und es ist naheliegend, dass Amazon kein schwarzes Schaf unter weißen ist. Im Grunde haben sie alle Dreck am stecken. Das ist Globalisierung. Das ist das Schweinesystem.
Deswegen denkt Mr. Online heute wieder mehr lokal. Und damit tendenziell auch immer mehr offline.
Heute hat Mr. Online ein Buch bestellt, das er bis Montag brauchte. In einem Buchladen vor Ort, der es nicht da hatte. Er bestellt es heute irgendwann mittags. Und das Tracking verriet ihm am Abend, dass es ausgeliefert sei. Schneller als Amazon, schneller als alle Preisdrücker online. F*ck Amazon Prime! F*ck the System!
Mr. Online geht offline…

Aug 21

markt ohne EthikManager haben keine teuflische Verschwörung gegen die Öffentlichkeit angezettelt. Die negativen sozialen Auswirkungen sind die logische Folge des verschärften Wettbewerbs um Kunden und Anleger.
Dieser Wettbewerb kann zur Folge haben, dass Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, wo bestimmte Produkte günstiger hergestellt werden können, dass menschliche Arbeitskraft durch Computer und Software ersetzt wird, oder dass ein Unternehmen den Gewerkschaften den Kampf ansagt.

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Mrz 04

wiki folio aktienhandel mit dem wisser der profi traderNeulich bin ich über Wikifolio gestolpert. Hat mich sehr an Smava erinnert. Von Privat – für Privat. Während es bei smava um Kredite ging, macht man auf wikifolio “Geschäfte” mit Aktien. Bei beiden Plattformen ist die Rolle der Bank auf ein sympathisches Minimum reduziert. Das Prinzip ist so simpel wie genial: Trader melden sich auf wikifolio an und stellen ihr Trading-Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung. Eine Bank macht im Hintergrund die Trading-Empfehlungen handelbar, indem sie ein darauf basierendes Zertifikat publiziert, das jeder käuflich erwerben kann. An und für sich wie ein Aktien-Investmentfonds, mit dem Unterschied einer humaneren Gebührenstruktur, die sich neben der Transparenz vor allem darin von vergleichbaren Konstrukten im Angebot von Banken abhebt, dass sie zum größten Anteil performanceorientiert ist. Neben geringen Fixkosten für den initialen Erwerb – abhängig auch von den Ordergebühren der Bank, über die das Zertikat gekauft wird – gibt es eine dynamische Provision, die aber immer nur dann fällig wird, wenn ein ein Tagesgewinn von mehr als 5% erzielt wird. Kein Gewinn für den Anleger heisst keine Provision, bedeutet auch kein Geld für den Trader.
Man stelle sich vor, was bei den Banken und Maklern los wäre, müssten sie nach diesem Prinzip handeln!!

Feb 14

Tobe berichtete Anfang 2012 bereits über die wenig beachteten Moral-Fehltritte der Einkaufsplattform Amazon. Deutlich mehr Aufsehen erregte nun eine sorgsam recherchierte Reportage im gestrigen Spätabendprogramm der ARD. Die Reporter hatten sich auf das Arbeitslager der Zwangsarbeiter in Bad Hersfeld eingemietet. Oh, was habe ich gesagt? Natürlich meine ich das Wohnlager der Leiharbeiter. Glaubt man den Äußerungen derjenigen, die die Doku gesehen haben, besteht jedoch akute Verwechslungsgefahr, vor allem wenn man erst mittendrin reinschaltet… Rundfunkgebühr Mediathek sei Dank werde ich mir heut abend mein eigenes Bild machen: Klick!

Feb 11

paul riedel shopEs ist nicht alles heile in der Welt des Onlinehandels. Immer wieder denkt man sich: das wäre doch im Ladengeschäft vor Ort niemals so passiert. Warum? Weil die meisten Händler es sich gar nicht trauen würden, wenn der Kunde bei ihnen im Laden steht.
Im Internet ist alles einfacher, weil anonymer, unpersönlicher, distanzierter.
Das dachte sich wohl auch Paul R., “Versandpartner” von hitmeister, einer Verkaufsplattform, bei der ich Ende letzten Jahres hochpreisige Designerware aus Porzellan ergattert hatte. Nachdem mein ordnungsgemäß und nach ein paar Tagen nach Erhalt der Ware ausgesprochener Widerruf aufgrund Überforderung seitens hitmeister ohne Reaktion geblieben war, benachrichtigte ich ein paar Tage später den Versender der Ware direkt. Vielleicht könnte er mir die Details zur Abwicklung der Rücksendung erläutern – ein Retourschein war der Sendung nämlich nicht beigelegt.

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Jun 25

gema gebühren auswirkungen lizenzabgabeEines kann die Gema angeblich gar nicht verstehen. Wieso alle immer mehr auf ihr rumhacken. Ja, wieso eigentlich?! Vielleicht weil sie alle paar Jahre eine systematische Ausweitung der Gebührenpflicht vornimmt? Vielleicht weil die nette kleine Eckkneipe von nebenan schließen muss, weil sie nun für die Beschallung ein Vielfaches ihres Jahresumsatzes an die GEMA abdrücken soll. Von Clubs und Discotheken wollen wir gar nicht erst anfangen. Oder vielleicht weil erst still und heimlich eine geringfügige Gebühr für sämtliche Datenträger und Geräte eingeführt wird, mit denen sich digitale Kopien anfertigen lassen um diese dann irgendwann später möglichst unauffällig anzuheben nach dem Motto Vielleicht merkt es ja keiner!

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Jan 02

Der Globalisierung hatten wir es damals zu verdanken, dass wir den Qualitätsausweis “Made in Germany” still und heimlich von unseren Produkten und Verpackungen verbannen durften. Um im Wettlauf des Wettbewerbs bestehen zu können, wurde “Outsourcing nach Fernost” zum neuen Credo erklärt – zur Senkung der Kosten und Erhaltung der Marktfähigkeit.

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Jan 01

amazon arbeitsbedingungenBöse Dinge sind mir zu Ohren gekommen, was Deutschlands Vorzeige-Versandhandel betrifft. Heute hatte ich Zeit, ein wenig zu recherchieren. Was bei allem Wohlwollen hängen blieb war der Eindruck, dass Amazon durchaus als die unternehmerische Personifikation des Turbokapitalismus’ herhalten könnte. Zeit für einen Boykott?
Hier die prominentesten Headlines:

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Dez 26

…oder feierst du noch?

zombie xmas

…pic found@Zombiecider

Dez 04

Ganz sicher hätte Schlecker meinen smobil-UMTS-Stick in einem Briefumschlag verschicken können. Aber warum sparsam, wenn’s auch verschwenderisch geht:

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