Man nimmt es kaum wahr, aber es hat sich was verändert. Wie widersinnig würde es auch sein, vermisste man das, was einen stört, in dem Moment, da es nicht mehr da ist. Es ist der Rauch, der auf einmal weg ist und uns in hiesigen Restaurants und Clubs wieder tief durchatmen lässt. Und auch die Natur frohlockt vermutlich: keine unnötigen Waschvorgänge verrauchter Klamotten mehr in der Abwasserbilanz.
Und mir als überzeugtem Gelegenheitsraucher bleibt nur eines zu sagen: Danke! Danke für dieses überfällige Verbot der interhumanen Umweltverpestung!
Mir steigt die Wut schon wieder bitter hoch wie Magensäure bei Sodbrennen. Diese wiederkehrenden Bettelschreiben sind lästiger als jede Mückenpest im Hochsommer. Und Mücken haben wenigstens eine natürlich legitimierte Daseinsberechtigung. Die für diesen Briefkastensondermüll verantwortlichen, analfixiert parasitären Karriereluftnummern sind nicht nur überflüssig wie Dünsschiss sondern zudem auch noch schädlicher als Klimawandel.
Es ist nicht alles heile in der Welt des Onlinehandels. Immer wieder denkt man sich: das wäre doch im Ladengeschäft vor Ort niemals so passiert. Warum? Weil die meisten Händler es sich gar nicht trauen würden, wenn der Kunde bei ihnen im Laden steht.
Im Internet ist alles einfacher, weil anonymer, unpersönlicher, distanzierter.
Das dachte sich wohl auch Paul R., “Versandpartner” von hitmeister, einer Verkaufsplattform, bei der ich Ende letzten Jahres hochpreisige Designerware aus Porzellan ergattert hatte. Nachdem mein ordnungsgemäß und nach ein paar Tagen nach Erhalt der Ware ausgesprochener Widerruf aufgrund Überforderung seitens hitmeister ohne Reaktion geblieben war, benachrichtigte ich ein paar Tage später den Versender der Ware direkt. Vielleicht könnte er mir die Details zur Abwicklung der Rücksendung erläutern – ein Retourschein war der Sendung nämlich nicht beigelegt.
Als neuerlicher Probeabonnent der taz – mit Bezugsbeginn am letzten Montag – war ich irgendwie schon ein wenig gespannt, ob und wie das nicht selten als echte Alternative zu Mainstream-Zeitungen umworbene Blatt sich zu dem Bonner Bomben-Alarm äußeren würde. Im Internet überboten sich die Gazetten ja bereits Montagabend im gegenseitigen Kopieren ihrer Spekulationen. Erst am heutigen Mittwoch fand das Thema dann Erwähnung in der taz, was schonmal gründlichere Recherchen statt blindem Copy-Paste Journalismus nahelegte. Ein wenig entäuscht war ich dann aber doch: Nicht nur hatte es entsprechender Artikel bis auf die Titelseite geschafft, sondern zugleich auch völlig zu Unrecht. Viel zu dünn, aus meiner Sicht, die bis Redaktionsschluss gestern präsentierbare Faktenlage, die hinter dem Ereignis ohne konkrete Beweise bereits ein missglücktes Attentat radikalislamischer Gläubiger, kurz “Dschihadisten”, suggerierte.
Mannomann, muss Scheitern Spaß machen. Neulich seit langem mal wieder im Café New York gewesen, mit Kollegen in der Mittagspause. Wenn es sich auch um die wahrscheinlich ohnehin eher dürftiger besuchte Mittagszeit handelte, man bekommt den Eindruck, als verblasse auch allgemein so langsam der initiale Hip-Faktor und damit verbundene Hype von Jung und Alt um’s Sehen und Gesehen Werden. Ohne eine Mittagskarte bieten zu können, war die Lokalität nur zu einem Bruchteil gefüllt, und entsprechend nur mit einer Mindestbesetzung an Personal bestückt. Die obligatorische Wartezeit auf Bedienung, Getränke und Speisen scheint zum Konzept zu gehören, auch wenn diese mittags für Berufstätige alles andere als praktikabel ist.
Mich haut es aus den Socken… Der absolute Hammer, was “Hammer Events” so zustande bringt. Und nein, ich rede nicht von der gebuchten Fahrt im Lamborghini Sportwagen der Superlative! Die ist nämlich nun gänzlich gestorben, dank der Hammer-Organisation bei Deutschlands größtem Erlebnis-Veranstalter.
Am Tag der Entscheidung noch bei Hammer-Wetter voller Vorfreude zum Ort des Geschehens gepilgert, wurde der letzte Funke Hoffnung, den wir nach über zwei Jahren Warterei noch am Leben erhalten konnten, allzu schnell ausgelöscht. Erklärt hatte man uns dann später, die doppelt und dreifache Überbuchung unserer Zeitslots, die konsequenterweise zur totalen Überforderung des betroffenen Fahrzeuginstruktors geführt hatten, seien Folge eines unglücklichen Softwarefehlers gewesen. Soso, ein Softwarefehler! Das erklärt natürlich auch, warum niemand aus dem Hammer Events-Büro am Tag des Verbrechens für den Instruktor erreichbar war und warum jetzt die Abwicklung meines Vertragsrücktritts so lange dauert.
Wer sich selbst zum Größten kürt, sollte immerhin die Größe besitzen zu erkennen, wann er überfordert ist und umgehend dafür sorgen, dass er groß genug wird, um fortan gar nicht erst in die Situation zu kommen, überfordert zu sein. Und nach Überforderung stinkt es zum Himmel, wenn die Dinge selbst nach Einschaltung des Geschäftsführers nicht vernünftig geregelt werden. Und so bleibt am Ende leider nur ein Fazit für Hammer-Events: Hammer? ja! Hammer peinlich!
Es sah schon damals nicht koscher aus, was Europcar in Langenfeld sich vor gut zwei Jahren bei mir und meiner Autoanmietung geleistet hatte. Und dass ich bis heute keine Stellungnahme aus der Hamburger Zentrale zu diesem betrügerisch anmutendem Geschäftsgebaren habe, ist für mich anhaltendes Indiz dafür, dass die Zentrale mindestens billigend in Kauf nimmt, dass Kunden von den lokalen Niederlassungen systematisch ausgenommen werden.
Jeder macht Fehler. Fehler sind menschlich. Und Dienstleister, die den ein oder anderen Fehler machen, sind nicht automatisch schlechte Dienstleister. Von daher hätte das Restaurant Heaven’s, mit dem wir unseren Abteilungsausflug am Golfplatz Langenfeld am Freitag vor einer Woche abrundeten, hier eigentlich keinerlei Erwähnung verdient. Hier mal ein Getränk vergessen, dort mal ein falsches gebracht. Alles im Bereich des normalen Tragik-Spektrums hiesiger Bewirtungskultur. Auch wenn die ein oder andere Speise bei gut und gerne 12 Personen nicht ganz den Vorstellungen seines Konsumenten entsprach, ist dies nicht zwangsläufig einen Blogeintrag wert. Vor allem wenn die Gastronomie das Anstandsprinzip verinnerlich hat, den Schaden mit dem ein oder anderen Freigetränk zu kompensieren.
Jedes mal wenn ich bei gutem Wetter die Poserstraße durch die Langenfelder Innenstadt rolle, sehe ich gestapelte Menschenmassen auf der Außenterasse des Café New York. Und vor gar nicht so langer Zeit dachte ich noch: das wird sich legen. Jetzt ist es noch neu und hip, und es geht darum, zu sehen und gesehen zu werden. Und irgendwann wird sich Langenfeld daran gewöhnt haben. An dieses stilfrei eingerichtete Irgendwas zwischen Extrablatt-Pendant und Schickimicki-Bar mit pseudo-amerikanischer Küche. Nur eine Frage der Zeit, bis sich das Publikum wieder gleichmäßiger verteilt und die Altbekannten ihr Gleichgewicht wiederfinden.
Doch so sehr ich’s mir wünschte, muss ich heute mit Bedauern sagen: es wird alles anders kommen! Zumindest für das Bijou, das seit seinem Betreiberwechsel kontinuierlich und darüberhinaus auch noch zunehmend entäuscht.
Hunde sind tolle Tiere, keine Frage… so als Haustier. Nicht so nett, wenn die in freier Natur einen auf Karnickelzucht machen. Apropos Hunde, Natur und Karnickelzucht: am wenigsten verstehe ich jetzt gerade aber dann auch grundsätzlich, was denn nun die Euro2012 mit Hunden zu tun haben soll. Vor allem nicht mit toten.
Und doch wird man vornehmlich auf Facebook zugekleistert mit Fotomontagen für Protestaufrufe. Angeblich schläftert man in der Ukraine momentan haufenweise dieser Freiläufer ein. So, what? Und vor allem: what’s the news?
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