Man möchte nicht meinen, aber die Italiener sind schlimmer als die Chinesen. Kein Wunder, dass mich der Pizza-Bote anrufen musste, als er meine Klingel nicht fand - da hätte er lange suchen können:
Immer wieder werden Geschäftsführer von Swoopo, Luupo und Co in Interviews gefragt, ob sie da mit ihrem selbsternannten Entertainment Shopping nicht in Wahrheit Glücksspiel betreiben. Aber selbst wenn sich eine Gruppe Anonymer Luupoholiker in aller Öffentlichkeit outete, Realitätsverblender, die mit derartigen Geschäftsideen Geld machen wollen, würden stets und immer wieder aufs Neue und im festen Brustton schandhafter Überzeugung betonen: NEIN, wir betreiben kein Glücksspiel - alles legal, sogar der TÜV war da!
Was der Freistaat Bayern davon hält, macht ein überfälliges Gerichtsurteil deutlich, das Luupo nun postwendend den Betrieb untersagt. Nur eine Frage der Zeit, wann Swoopo folgt. Als Quasi-Initiator dieser Masche am Markt müsste der Münchener Anbieter eigentlich schon lange auf der Abschussliste stehen. Aber wer weiß schon, welche Ebenen der Regionalpolitik hier schon korrumpiert wurden - ihr kennt das ja mit den mafiaziösen Machenschaften der Casino-Branche…
Ich sehe schon, die Angebote auf Citydeal werden immer städtischer. Neulich Gutscheine für einen Schuhshop, den es nicht einmal offline gibt. Für den heutigen Deal gibt es zwar Filialen in jeder Stadt, aber der Gutschein gilt dennoch nur für den Onlineshop. Discounter Plus verschenkt 20 Euro. Gegen Bezahlung von 5 Euro kann man auf plus.de für 25 Euro einkaufen. Der Deal läuft wie immmer heute aus… also fix gekauft: Klick!
- …Meinungsbildner
- …verblödete Schreiber
- …selbstbewusste Einzelgänger, die allergisch auf jede Form der Fremdbestimmung reagieren
- …wie Pitbulls
- …eine der größten Gefahren im Netz
- …rechtlich nicht besonders gefährdet
- …scheisse
- …die natürlichen Außenseiter
- …Individualisten
- …keine Journalisten
- …gekauft
- …kritikfähig
Dass Christian Tausend im Jahr 2007 seinen Schreibtisch bei Swoopo, vormals Telebid räumen durfte, wundert mich wenig. Schließlich schien seine Auffassung von Geschäftsführung darin zu bestehen, unliebsame Kritiker, die sich online äußerten, auf möglichst geldvernichtende Weise mundtot zu machen.
Aber dass Nachfolger Gunnar Piening, der immerhin begriffen hatte, dass die resultierende Negativ-Publicity nicht einfach auch nur Publicity ist, ebenfalls vor gar nicht so langer Zeit das sinkende Schiff verließ, muss urlaubsbedingt komplett an mir vorbeigegangen sein. » Weiterlesen »
Chat, chatten, Chatter. Das sind die Deklinate des neudeutschen Ausdrucks für den Plausch via Internet. Aber was verbirgt sich eigentlich genau dahinter. Was sind eigentlich Chatter und wie sehen sie aus, diese weltweit wohl einzige Spezies, die vorurteilsbelasteter daherkommt als vollbärtige Moscheebesucher aus dem arabischen Café von nebenan. Vom freizeitliebenden Internetexperten Syrel bekam ich eben einen Link zugesteckt, der schnelle Antworten auf die Frage nach dem typischen Chatter bietet. Unter Chatroulette kann sich jeder, der will, auf einen Webcam-Blindchat einlassen. Oder einfach nur mit 30 Bildern pro Minute durchzappen wie ich und dabei festhalten - natürlich rein aus evidenten Motiven dringend notwendiger Aufklärung - welche bewegenden Bilder einem geboten werden. So sehen sie also aus, die Chatter:
…dass zwei von drei Frauen ein Problem damit haben, zum Orgasmus zu gelangen? Und jede vierte beim Geschlechtsverkehr dafür zusätzliche Stimulation benötigt? Wenn aber die gekonnte Bearbeitung der Klitoris nicht der wichtigste Orgasmus-Stimulus ist, was dann? Wissenschaftler am Berliner Charité fanden heraus: die Nase gibt den Ton an. Dass, sie ihn gut riechen kann, ist die wichtigste Voraussetzung für ein orgasmusbesegnete Liebesnacht. Erst dann folgen Stimmung, Hygiene und Kitzler-Kitzel-Technik…
~ Quelle: Freundin, Ausgabe 02/2009
Ich zähle zu jenen Faultieren der menschlichen Spezies, die gerne und oft im Internet bestellen. Musik, Bücher, Kleidung, Medikamente Sexspielzeug und so weiter… Und manchmal liegen den Paketen so nette Beilagen bei. Werbeflyer, Warenproben, Gutscheine… oder auch ganze Zeitschriften. Bei meiner letzten Order z.B. eine aktuelle Ausgabe der “Freundin”. Genau das richtige für mich, weil… genau: ein “Frauenmagazin”!
…wie heutzutage der perfekte Backlink aussieht?
Wer mit dem Begriff “Backlink” nichts anzufangen weiß, kann sich die folgenden Worte sparen, alle anderen bitte weiter lesen
Ich habe mir überlegt, ich mache eine neue Serie. Denn interessante Serien sind es, die aus interessierten Neulesern mitunter am schnellsten neue Stammleser machen. Ist mein Eindruck. Siehe Swoopo Telebid und Sex@GQ. Praktisch Selbstläufer. Schrieben sich wie von selbst - bzw ohne großes Zutun. Vorraussetzung: Die Quelle bietet soviel Material, dass man sich automatisch sequenziell und häppchenweise bedienen kann.

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