Sep 20

wähle jetzt das bedingungslose grundeinkommenmal mache ich dies, mal das. dann sehe ich dort was anderes, will es ausprobieren. studiere, probiere, merke es ist nichts, aber auf dem weg hat sich schon wieder etwas neues ergeben. parallel läuft da ja auch noch die sache von davor und eigentlich hätte ich auch mal wieder lust auf was ganz anderes.
das eine erlaube ich mir, weil es spaß macht, das andere macht mich frei, weil es mir ein gefühl von selbstwirksamkeit gibt. keines ist so richtig zu ende gedacht, geschweige denn geklärt, ob man damit allein auch seine existenz sichern könnte.
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Nov 25

jetzt sollen also fakenews auf facebook den ausgang der usa-wahl beeinflusst haben! seriously? und wunderkind zuckerberg soll’s richten. ich bin beeindruckt – illustriert das nicht wieder eindrucksvoll, wie viel angst das establishment eigentlich vor dem internet hat?!
und man muss sagen: berechtigterweise.
das internet ist der einzig wirklich freiheitliche datenraum der welt. seine größte stärke: der freie fluss von informationen, frei und bedingungslos verfügbar für jeden, der am netz angeschlossen ist. was totalitäre regime davon halten, kann exemplarisch und topaktuell in der türkei beobachtet werden.

das internet ermöglicht den menschen, nicht nur sich über verschiedene quellen zu informieren, sondern eigentverantwortlich zu entscheiden, wem oder was sie glauben. sie sind frei, sich eine eigene meinung zu bilden, werden dadurch – zumindest theoretisch – zu frei denkenden individuen.
wer das verhindern will, dem bleibt nur eine möglichkeit: zensur.

und mit nichts anderem haben wir es zu tun, wenn google und facebook ihrer ankündigung tatsächlich taten folgen lassen. dann liegt es nicht mehr an uns zu entscheiden, was wir glauben und was nicht, sondern es wird für uns entschieden. die zwei größten multinationalen internetkonzernmonolopole entscheiden dann fortan ein ganz großes stückchen mehr darüber, was wir als wahrheit empfinden!

und wieder weiss ich nicht, was mich mehr beunruhigt: dass es da draußen von höchster stelle so offen und unverhohlen gefordert wird…, dass es jemand gibt, der auf diese forderung eingeht… oder, dass es denjenigen, die es am meisten betrifft, scheinbar komplett egal ist.

Jul 25

no news terror münchen 22.07.heute morgen einen Artikel über adblock plus bzw dessen Erschaffer gelesen. die Kölner Möglichmacher informationeller Selbstbestimmung werden jetzt tatsächlich vor Gericht gezerrt.
die Verlage argumentieren, dass ihr Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit sich auch auf die Ausgestaltung der Inhalte erstrecke und dieses Interesse das Recht der informationellen Selbstbestimmung des Verbrauchers überwiege.
Essenz des Problems ist – wie der Artikel korrekt resümiert – dass niemand derzeit für Nachrichten zu zahlen bereit ist und zugleich niemand Werbung sehen möchte.

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Okt 18

hopfeninteressante gespräche brachte das wochenende. von einer die auszog, das leben zu lernen.
da bin ich noch im begriff irgendwie anzukommen, an diesem ort, in diesem neuen job, der mein leben bereichern soll. und begegne einer, die den ausstieg sucht. die für sich mit der arbeit irgendwie abgeschlossen hat. für die die arbeit ein lästiges, wenn auch notwendiges mittel zum zweck darstellt.

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Mai 08

Hachja, die Engländer waren uns schon immer ein paar Schritte voraus. So auch in Sachen Marketing. Erst mit Werbung nerven und dann damit werben, dass man nicht mehr nerven werde. So gefunden auf der Webseite von “The Phone Co-op“:

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Jan 25

wtf charlie je ne suis pas

digitales graffiti im kollektiv: nous sommes charlie? noch nie schien die welt so geeint. und das ist ja irgendwie auch mal schön. aber sind wir uns wirklich einig? bist du wirklich charlie? wissen wir wofür charlie hebdo steht? wissen wir, wozu wir uns da eigentlich bekennen?!
wie immer lohnt es sich – um nicht falsch verstanden zu werden – eingangs und eingehend zu betonen um: was in paris passiert ist, war grausam und kann mit nichts legitimiert werden. und umgekehrt: davon ausgehend, dass es sich wahrhaftig um einen terroranschlag handelte, ist nichts rührender und begeisternder als zu sehen, dass sie nicht nur mit dem ziel ihres terrors gescheitert wären, sondern in gewisser weise das genaue gegenteil bewirkt hätten. denn ironischerweise ist dieses attentat gleichzeitig die rettung für dieses zuletzt kriselnde satiremagazin, das wahrscheinlich ohnehin über kurz oder lang am bankrott zugrunde gegangen wäre.

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Okt 16

Die erde ist Gut,
die menschheit Schlecht
Und die symbiose Tödlich.
Kritik verpufft,
Wenn Handelnde gefangen
Und bewacht von Angst.
für Buddhisten ist es Vermeiden von Leid,
Und Streben nach Glück.
die einen lediglich mehr Opfer als andere
Wenn die schuld Externalisiert auf das große Ganze drumherum.
Aber das Positive daran: es ruht die Chance im
Wenn & Aber hinter aller Unmöglichkeit.
wo lange zeit ein Ventil, ist die luft langsam Raus
Und die zeit der Kritik vorbei.
jetzt ist zeit für Vision
Und die Zukunft ist da.
Ohne das Wenn
Und ohne das Aber…

Sep 01

grundeinkommenWege entstehen, indem man sie geht. Und bevor man sie geht, muss man sie denken. Und dennoch gibt es viele, die einen für zumindest mittelmäßig geistesgestört erklären, wenn man ihnen von ganz bestimmten Wegen erzählt, die man für sich, für sie, für uns erdacht hat.
Die vorherrschende Gesellschaft ordnet gedanklich unglaubliche und daher als unausführbar erachtete Wege in das Konzept der “Utopie” ein. In erster Instanz – so schreibt die weltweit größte Online-Enzyklopädie – ist die Utopie vor allem aber der “Entwurf einer Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist”.

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Feb 06

Politik bleibt wichtig… wird immer wichtig sein. Ohne Politik geht es nicht. Ein Danke an Patrick Dahlemann, der mit Beiträgen wie diesen die Hoffnung befeuert, dass Politik in Deutschland anders aussehen kann. Tatsächlich braucht Politik wieder Ideale wie dieses…. aber ob seine Ideale standhalten werden, wird sich erst im Laufe seiner Karriere zeigen.
Mit jeder Sprosse nach oben steigt auch das Risiko der Assimilation in ein Milieu, das in seinen Motiven alles andere als volksnah aufgefasst wird. Und in der Volksnähe liegt der Dreh- und Angelpunkt für Glaubwürdigkeit. Politik für den Bürger ist Politik wie sie immer gedacht war… tatsächlich hat man heute zunehmend den Eindruck, dass dies wenn überhaupt nur lokalpatriotisch auf kommunaler Ebene funktioniert:

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Jan 02

Wer überhaupt nicht mehr weiß, woher er kommt, kann auch nicht mehr wissen, wohin er will. Das gilt auch für Gesellschaften. In ihnen ist trotz aller Irrungen und Wirrungen, trotz aller notwendigen Weiterentwicklungen und Aufklärungen ein jahrtausendealtes Wissen über das, was im Leben des Menschen wirklich wichtig ist, aufgehoben. Es ist ein Zeichen für die Gesundheit einer Gesellschaft, wenn ihr diese Quellen zugänglich sind. Gesellschaften, die sich neu ausrichten, tun das nicht selten unter Rückgriff auf ihre historischen Erinnerungsbestände. Nach dem Ende der autokratischen Diktaturen in Nordafrika besinnt man sich in den Ländern des arabischen Frühlings auf den Islam, um irgendwie aus ihm einen aussichtsreichen politischen Aufbruch zustande zu bringen, nach dem Ende der Militärdiktaturen Lateinamerikas besinnt man sich auf die indianischen Ursprünge, um die Eigenständigkeit der neuen politischen Bewegungen zu sichern, und auch in China lebten beim Neuaufbruch die alten konfuzianischen Traditionen wieder auf.

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