Wieder ist ein Jahr zu Ende gegangen. Und wieder einmal mehr als sonst habe ich mich gefragt: was feiern die Menschen hier eigentlich genau, während sie sich im trauten Kreise von Freunden oder Familie gediegen die Kante geben, die finalen Minuten zum neuen Jahr hinunterzählen um sich in der letzten davon nahezu panisch auf die Suche nach einem Zeitmesser zu machen, der auch ja atomuhrgeeicht den perfekt synchronisierten Übergang ermöglicht?!
Hier können Sie aber nicht bleiben - Mama! Da sind wieder die faulen Feiglinge - Hier ist’s halt scheiße für solche wie euch, hier ist Königstein - Sind das Penner oder Zecken? - …das ist hier oben zu etepetete für euch - …und warum klingelt ihr bei mir? - Hier hilft euch keiner. Bitte, bitte fahrt nach Frankfurt - und Sie müssen noch weiter um die Ecke. Wenn Sie hier gesehen werden, krieg ich Ärger - …deutscher Chef nich da. Arbeit bei Bank. Klingelt nächste Haus! - …die Hausherrin ist nicht hier, und ich darf nicht helfen.
Eine beeindruckende Geschichte auf den Spuren von Holzach und Keltner: Klick!
Wer hätte das gedacht. Peter Joseph im TV. Auf der anderen Seite nicht weiter verwunderlich, wenn wir uns anschauen, was weltweit gerade geschieht. Spätestens die Occupy-Demos zeigen, wieviele Menschen bereits aufgewacht sind zu der Erkenntnis, dass wir einige Dinge grundlegend ändern müssen. Das russische BBC-Äquivalent, Russia Today hat gestern ein Interview mit dem Macher der Filmreihe und dem Begründer der Zeitgeist-Bewegung geführt:
Aktien wurden erstmalig durch die Holländer herausgegeben um für ihre “Niederländische Ostindien-Kompanie” ein Importmonopol für Gewürzhandel aufzubauen und zu sichern. Die Stückzahl war begrenzt und der Unternehmensgewinn wurde zu praktisch 100% an alle Anteilseigner, die ein solches Wertpapier erworben hatten, als Dividende ausgeschüttet.
Das im Rahmen der Emission eingetriebene Geld wurde u.a. verwendet, um eine gigantische Schiffsflotte aufzubauen, mitsamt eines zigtausend starken Soldatenheers, das auf den Handelsrouten die ausländischen Rivalen bekämpfte.
Draußen im Dschungel des Kongo ist ein Kinderleben weniger wert als ein paar Gramm Gewürzmetall. Tagelang und ohne Unterbrechnung schürfen sie in unsicheren Minen ohne Sicherheitsvorkehrungen Metalle wie Coltan-Erz. Weil Seltene Erden & Co so gefragt sind, ist diese Einnahmequelle derart lukrativ, dass sie zur Finanzierung der blutigen Bürgerkriege verwendet wird. Schon echt tragisch, dass wir solange auf das iPhone 5 warten sollen:
Anleihen wurden vor mehreren hundert Jahren ins Leben gerufen, um Kriege zu finanzieren. Heute steuern Menschen wie der “King of Bonds” damit die Wirtschaft. Mit einem schier unfassbaren Handelsvolumen von 700 Milliarden US-Dollar sind Anleihen das mächstigste Instrument am Finanzmarkt. Eine faszinierende Reise in die Historie dieser Schuldverschreibung, die Rolle der deutschen Familie “Rothschilds” dabei und ein Vorgeschmack, warum Inflation so gefährlich gefürchtet ist:
Schon gewusst, dass unser ganzes Wachstum auf dem Prinzip der Schulden beruht? Und, dass Banken moderne Formen von Kredithaien sind? Dass es auch früher unter den Christen - wie heute übrigens noch unter Moslems - als Sünde galt, Zinsen zu nehmen? Oder dass es in Amerika völlig normal ist, private Insolvenz anzumelden - immer und immer wieder - und dass es ganze Mikrowirtschaften um die Betroffenen gibt? Nein? Dann wird’s aber Zeit:
Uns geht es doch noch gut. So gut, dass wir über das Elend noch lachen können. Überhaupt ist Elend nur solange lustig, wie es nicht uns selber betrifft. Das ist das Traurige daran.
Das Wissen zu haben ist das Eine. Aber die Seite gewählt haben wir damit noch lange nicht. Teil der Lösung oder Teil des Problems? Volker Pispers vergleicht das mit einem Zug. Wir alle sitzen drin. Und wir - zumindest die wissenden Insider unter uns, die verschwörerisch aber im Alleinsein über systemübergreifende Umstürze phantasieren - sind uns bewusst, dass wir auf einen Abgrund zurasen. Alle Jahre mal tauschen wir den Zugführer aus… aber der ist ja auch nur da um den Zug zu führen… auf seinem festgeschriebenen Weg.
Wir könnten ihn anhalten den Zug, aber was tun wir? Der Abgrund kommt näher. In Amerika suchen nun die ersten die Bremse: Occupy Wall Street!
…und wer glaubt bitte, dass es noch lange so weitergehen kann:


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