Wer hätte das gedacht. Peter Joseph im TV. Auf der anderen Seite nicht weiter verwunderlich, wenn wir uns anschauen, was weltweit gerade geschieht. Spätestens die Occupy-Demos zeigen, wieviele Menschen bereits aufgewacht sind zu der Erkenntnis, dass wir einige Dinge grundlegend ändern müssen. Das russische BBC-Äquivalent, Russia Today hat gestern ein Interview mit dem Macher der Filmreihe und dem Begründer der Zeitgeist-Bewegung geführt:
Aktien wurden erstmalig durch die Holländer herausgegeben um für ihre “Niederländische Ostindien-Kompanie” ein Importmonopol für Gewürzhandel aufzubauen und zu sichern. Die Stückzahl war begrenzt und der Unternehmensgewinn wurde zu praktisch 100% an alle Anteilseigner, die ein solches Wertpapier erworben hatten, als Dividende ausgeschüttet.
Das im Rahmen der Emission eingetriebene Geld wurde u.a. verwendet, um eine gigantische Schiffsflotte aufzubauen, mitsamt eines zigtausend starken Soldatenheers, das auf den Handelsrouten die ausländischen Rivalen bekämpfte.
Draußen im Dschungel des Kongo ist ein Kinderleben weniger wert als ein paar Gramm Gewürzmetall. Tagelang und ohne Unterbrechnung schürfen sie in unsicheren Minen ohne Sicherheitsvorkehrungen Metalle wie Coltan-Erz. Weil Seltene Erden & Co so gefragt sind, ist diese Einnahmequelle derart lukrativ, dass sie zur Finanzierung der blutigen Bürgerkriege verwendet wird. Schon echt tragisch, dass wir solange auf das iPhone 5 warten sollen:
Anleihen wurden vor mehreren hundert Jahren ins Leben gerufen, um Kriege zu finanzieren. Heute steuern Menschen wie der “King of Bonds” damit die Wirtschaft. Mit einem schier unfassbaren Handelsvolumen von 700 Milliarden US-Dollar sind Anleihen das mächstigste Instrument am Finanzmarkt. Eine faszinierende Reise in die Historie dieser Schuldverschreibung, die Rolle der deutschen Familie “Rothschilds” dabei und ein Vorgeschmack, warum Inflation so gefährlich gefürchtet ist:
Schon gewusst, dass unser ganzes Wachstum auf dem Prinzip der Schulden beruht? Und, dass Banken moderne Formen von Kredithaien sind? Dass es auch früher unter den Christen - wie heute übrigens noch unter Moslems - als Sünde galt, Zinsen zu nehmen? Oder dass es in Amerika völlig normal ist, private Insolvenz anzumelden - immer und immer wieder - und dass es ganze Mikrowirtschaften um die Betroffenen gibt? Nein? Dann wird’s aber Zeit:
Uns geht es doch noch gut. So gut, dass wir über das Elend noch lachen können. Überhaupt ist Elend nur solange lustig, wie es nicht uns selber betrifft. Das ist das Traurige daran.
Das Wissen zu haben ist das Eine. Aber die Seite gewählt haben wir damit noch lange nicht. Teil der Lösung oder Teil des Problems? Volker Pispers vergleicht das mit einem Zug. Wir alle sitzen drin. Und wir - zumindest die wissenden Insider unter uns, die verschwörerisch aber im Alleinsein über systemübergreifende Umstürze phantasieren - sind uns bewusst, dass wir auf einen Abgrund zurasen. Alle Jahre mal tauschen wir den Zugführer aus… aber der ist ja auch nur da um den Zug zu führen… auf seinem festgeschriebenen Weg.
Wir könnten ihn anhalten den Zug, aber was tun wir? Der Abgrund kommt näher. In Amerika suchen nun die ersten die Bremse: Occupy Wall Street!
…und wer glaubt bitte, dass es noch lange so weitergehen kann:
Habt ihr auch so Angst vor dem Islam??! … Angst vor dem Islam… Angst vor dem Islam. 40 Millionen USD haben amerikanische Lobbyisten über einen Zeitraum von 10 Jahren in anti-islamische Propaganda gepumpt. Wundert es noch, wenn es in Deutschland bald heißt: der Moslem ist der neue Jude!
…. Link via Aggromigrant
Mir fehlen die Worte. Denn am Ende war ich sprachlos. Heute abend war er wieder in Bestform.
Andere sind dagegen flache Lachnummern, bei denen am Ende nichts weiter rumkommt, als eine Menge heißer Luft.
Volker Pispers ist so etwas wie ein moderner Prediger unter dem Deckmantel des Kabaratt, heute abend klarer wie nie mit einem schonungslosen, politischen Gesinnungsbekenntnis. Und der Spiegel den er hochhält, liefert die schärfsten Bilder. So scharf, dass dem ein oder anderen das Lachen im Halse stecken bleibt.
Und wenn ich der einzige bin, der klatscht, wenn Pispers geraderaus sagt, dass er seit 28 Jahren mit dem gleichen Programm durch die Lande zieht, liegt es vielleicht daran, dass ich noch zu denen zähle, die eine Chance sehen, etwas dagegen zu tun, dass ich nicht irgendwann auch vor der Wahl stehe, zum x-ten Mal über mich selbst zu lachen, oder das Lachen am Ende ganz bleiben zu lassen… oder mit den Worten von Eldridge Cleaver: Entweder du bist Teil der Lösung oder du bist Teil des Problems.
Ich weiß nicht mehr, wann ich aufgehört habe, mich darüber aufzuregen, wenn meine Aktien abstürzen. Lange Zeit dachte ich ja noch, Finanzsysteme verhalten sich so logisch, wie sie anmuten. Was für ein Illusion. Was da passiert, egal ob Boom oder Crash hat ungefähr soviel mit logischem Menschenverstand zu tun wie ein Regentanz mit der Tatsache, dass es später irgendwann regnet. Wobei der esoterische Aspekt dieser Analogie hierbei wahrscheinlich noch die größte Gemeinsamkeit erklärt. Denn wenn eines im globalen Finanzcasino sicher ist, dann ist es die Tatsache, dass es zig multiplikative Faktoren gibt, die aus einer absurden Idee, die Booms oder Crashs entstehen lassen und daraus nicht bloß volatile Ausreißer in einer ansonsten stetig konstanten bis stagnierenden Wirtschaftsentwicklung machen. Aber davon keines so entscheidend wie Das Hordenphänomen.

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