Sep 01

grundeinkommenWege entstehen, indem man sie geht. Und bevor man sie geht, muss man sie denken. Und dennoch gibt es viele, die einen für zumindest mittelmäßig geistesgestört erklären, wenn man ihnen von ganz bestimmten Wegen erzählt, die man für sich, für sie, für uns erdacht hat.
Die vorherrschende Gesellschaft ordnet gedanklich unglaubliche und daher als unausführbar erachtete Wege in das Konzept der “Utopie” ein. In erster Instanz – so schreibt die weltweit größte Online-Enzyklopädie – ist die Utopie vor allem aber der “Entwurf einer Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist”.

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Feb 06

Politik bleibt wichtig… wird immer wichtig sein. Ohne Politik geht es nicht. Ein Danke an Patrick Dahlemann, der mit Beiträgen wie diesen die Hoffnung befeuert, dass Politik in Deutschland anders aussehen kann. Tatsächlich braucht Politik wieder Ideale wie dieses…. aber ob seine Ideale standhalten werden, wird sich erst im Laufe seiner Karriere zeigen.
Mit jeder Sprosse nach oben steigt auch das Risiko der Assimilation in ein Milieu, das in seinen Motiven alles andere als volksnah aufgefasst wird. Und in der Volksnähe liegt der Dreh- und Angelpunkt für Glaubwürdigkeit. Politik für den Bürger ist Politik wie sie immer gedacht war… tatsächlich hat man heute zunehmend den Eindruck, dass dies wenn überhaupt nur lokalpatriotisch auf kommunaler Ebene funktioniert:

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Feb 04

auspuff prollo männer potenzDa donnert es wieder. Man hört es von weitem. Wie es sich nähert in einer fast lückenlosen Kollone von Blech. Und man will sich nicht umsehen, denn man weiss, das ist es, was er will. Aufmerksamkeit. Und zweifelsohne ist es ein Er.
Keine Frau käme auf die Idee, auf einer dichtbefahrenen Hauptstraße derart auf’s Gaspedal zu latschen, als gäbe es eine gelbe Ampel zu überhuschen, die in Sekundenbruchteilen zu einem stillstanderzwingenden Rot überzugehen drohte.
Tatsächlich wartet da nur das Heck des Hintermanns, dem man aufgrund des Beschleunigungsmanövers nun ausweichlich ins Auspuffrohr kriechen muss. Dabei hätte er es doch viel lieber, wenn einem die anderen in den A…llerwertesten kriechen würden.
Dieser akustische Erguss projezierter Wunschpotenz mit zwangsläufig folgender Ausbremsung hat das Erruptive eines Coitus interruptus und vermutlich eint den im Wunschdenken potenzaustrahlender Statussymbole gefangenen Verursacher und diese Szene misslungener Befruchtung genau jener Aspekt des Versagens, den er alternativlos zu kompensieren sucht, in dem er sich für unfassbar viel, dafür selten wohlverdientes Geld einen endrohrträchtigen M3, RS7, Cayenne Turbo S oder Konsorten gekauft hat um zumindest für den Bruchteil einer Sekunde, in just jenem Moment, in dem er das Gaspedal mit völlig überflüssiger Vehemenz berührt, das Gefühl zu haben, dass er ein in seinem überfähigen Sein und Tun in der Hand hat, die Individuen in seinem Umfeld in fruchtbare Bewunderung oder konkurrenzverdrängenden Neid zu versetzen.

Jan 25

kaufe offline lokalMr. Online kommt ins Grübeln. Die ganze Kritik in seinem Kopf. Kritik an diesem Schweinesystem. Genährt über Jahre Dank einer Sache. Büchern. Bücher, die er meist bei Amazon bestellte. Völlig ohne nachzudenken. Was war schon dabei. Es war bequem. Es war transparent, kundenorientiert, preiswert. Und es war vor allem eines… schnell. Heute kann er es nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Nach allem, was über die Sklavenhaltung bekannt wurde. Und es ist naheliegend, dass Amazon kein schwarzes Schaf unter weißen ist. Im Grunde haben sie alle Dreck am stecken. Das ist Globalisierung. Das ist das Schweinesystem.
Deswegen denkt Mr. Online heute wieder mehr lokal. Und damit tendenziell auch immer mehr offline.
Heute hat Mr. Online ein Buch bestellt, das er bis Montag brauchte. In einem Buchladen vor Ort, der es nicht da hatte. Er bestellt es heute irgendwann mittags. Und das Tracking verriet ihm am Abend, dass es ausgeliefert sei. Schneller als Amazon, schneller als alle Preisdrücker online. F*ck Amazon Prime! F*ck the System!
Mr. Online geht offline…

Jan 02

Wer überhaupt nicht mehr weiß, woher er kommt, kann auch nicht mehr wissen, wohin er will. Das gilt auch für Gesellschaften. In ihnen ist trotz aller Irrungen und Wirrungen, trotz aller notwendigen Weiterentwicklungen und Aufklärungen ein jahrtausendealtes Wissen über das, was im Leben des Menschen wirklich wichtig ist, aufgehoben. Es ist ein Zeichen für die Gesundheit einer Gesellschaft, wenn ihr diese Quellen zugänglich sind. Gesellschaften, die sich neu ausrichten, tun das nicht selten unter Rückgriff auf ihre historischen Erinnerungsbestände. Nach dem Ende der autokratischen Diktaturen in Nordafrika besinnt man sich in den Ländern des arabischen Frühlings auf den Islam, um irgendwie aus ihm einen aussichtsreichen politischen Aufbruch zustande zu bringen, nach dem Ende der Militärdiktaturen Lateinamerikas besinnt man sich auf die indianischen Ursprünge, um die Eigenständigkeit der neuen politischen Bewegungen zu sichern, und auch in China lebten beim Neuaufbruch die alten konfuzianischen Traditionen wieder auf.

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Dez 24

frohes fest es geht uns allen schlecht 2013

…by ruthe

Dez 06

was passiert mit facebook datenSocial Media war gestern. Treffender kann man es nicht auf den Punkt bringen. Danke für die klaren Worte, Mr. Woods! Der Deutschland-Chef von Facebook demonstriert im Interview mit derhandel.de, dass er begriffen hat worum es wirklich geht: sich nackig zu machen. Einen neuen, besseren, also passenderen Begriff hat er noch nicht vorgeschlagen, aber wie wäre es denn mit “Intimate Media”?!
Und wer hat sich überhaupt ursprünglich mal diesen Begriff “Social Media” aus dem verbrannten Hirn gesogen? “Sozial” vom lateinischen “socialis” abgeleitet bedeutet natürlich im weitesten Sinne “gesellschaftlich”, was umgangsprachlich meist im Sinne von “Interesse an und Sympathie mit anderen” ausgelegt wird. Tatsächlich beinhaltet “sozial zu sein” aber eine starke altruistische Komponente, die das reine Interesse bis zur Fürsorglichkeit ausdehnt und sogar uneigennützige also gemeinnützige Taten produziert.

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Nov 21

Es war einmal ein Mann, der fürchtete sich vor seinem Schatten und hasste seine Fußspuren. Und um beiden zu entgehen, ergriff er die Flucht. Aber je öfter er den Fuß hob, um so häufiger ließ er Spuren zurück. Und so schnell er auch lief, löste sich der Schatten nicht von seinem Körper. Da wähnte er, er säume noch zu sehr; begann schneller zu laufen, ohne Rast, bis seine Kraft erschöpft war und er starb.
Er hatte nicht gewusst, dass er nur an einem schattigen Ort zu weilen brauchte, um seinen Schatten los zu sein. Dass er sich nur ruhig zu verhalten brauchte, um keine Fußspuren zu hinterlassen.

~ aus “Die drei Sprünge des Wang-lun” von Alfred Döblin

Nov 01

Die Schulen und die Hochschulen versagen heute genauso wie die Fabrik, weil sie nichts anderes sind: Fabriken. Fabrikähnliche Arbeit, wie wir sie im vorangegangenen Kapitel beschrieben haben, und das standardisierte Lernen in der Lernfabrik weisen erschreckende Parallelen auf.
Genauso wie die fabrikähnliche Arbeit stammt auch unser Bildungssystem aus einem anderen Zeitalter. Es wurde zu einem völlig anderen Zweck konstruiert, der heute nicht mehr existiert.

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Okt 26

Die Pressearbeit ist schon etwas Mühseeliges, so ganz ohne Gleichschaltung. Nicht nur für Politiker wie mich, die ein Volk zu erretten haben, nein, es ist mir auch absolut unbegreiflich, warum man derlei den deutschen Menschen antut.
Nehmen wir etwa diese Wirtschaftsberichte. Jeden Tag sagt ein anderer “Fachmann”, was nun zu tun wäre, und am folgenden Tag sagt dann wieder ein anderer, noch größerer “Fachmann”, warum das gerade das Allerfalscheste wäre und folglich die gegenteilige Lösung die beste sei.
Es ist ebendas jenes jüdische, wenn auch inzwischen offenbar hier weitgehend ohne Juden arbeitende Prinzip, dessen einziger Inhalt es ist, das größtmögliche Chaos zu verbreiten, weshalb die Menschen auf der Suche nach Wahrheit noch mehr Zeitungen kaufen müssen und noch mehr Fernsehsendungen ansehen.

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