Jan 02

Wer überhaupt nicht mehr weiß, woher er kommt, kann auch nicht mehr wissen, wohin er will. Das gilt auch für Gesellschaften. In ihnen ist trotz aller Irrungen und Wirrungen, trotz aller notwendigen Weiterentwicklungen und Aufklärungen ein jahrtausendealtes Wissen über das, was im Leben des Menschen wirklich wichtig ist, aufgehoben. Es ist ein Zeichen für die Gesundheit einer Gesellschaft, wenn ihr diese Quellen zugänglich sind. Gesellschaften, die sich neu ausrichten, tun das nicht selten unter Rückgriff auf ihre historischen Erinnerungsbestände. Nach dem Ende der autokratischen Diktaturen in Nordafrika besinnt man sich in den Ländern des arabischen Frühlings auf den Islam, um irgendwie aus ihm einen aussichtsreichen politischen Aufbruch zustande zu bringen, nach dem Ende der Militärdiktaturen Lateinamerikas besinnt man sich auf die indianischen Ursprünge, um die Eigenständigkeit der neuen politischen Bewegungen zu sichern, und auch in China lebten beim Neuaufbruch die alten konfuzianischen Traditionen wieder auf.

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Dez 24

frohes fest es geht uns allen schlecht 2013

…by ruthe

Dez 06

was passiert mit facebook datenSocial Media war gestern. Treffender kann man es nicht auf den Punkt bringen. Danke für die klaren Worte, Mr. Woods! Der Deutschland-Chef von Facebook demonstriert im Interview mit derhandel.de, dass er begriffen hat worum es wirklich geht: sich nackig zu machen. Einen neuen, besseren, also passenderen Begriff hat er noch nicht vorgeschlagen, aber wie wäre es denn mit “Intimate Media”?!
Und wer hat sich überhaupt ursprünglich mal diesen Begriff “Social Media” aus dem verbrannten Hirn gesogen? “Sozial” vom lateinischen “socialis” abgeleitet bedeutet natürlich im weitesten Sinne “gesellschaftlich”, was umgangsprachlich meist im Sinne von “Interesse an und Sympathie mit anderen” ausgelegt wird. Tatsächlich beinhaltet “sozial zu sein” aber eine starke altruistische Komponente, die das reine Interesse bis zur Fürsorglichkeit ausdehnt und sogar uneigennützige also gemeinnützige Taten produziert.

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Nov 21

Es war einmal ein Mann, der fürchtete sich vor seinem Schatten und hasste seine Fußspuren. Und um beiden zu entgehen, ergriff er die Flucht. Aber je öfter er den Fuß hob, um so häufiger ließ er Spuren zurück. Und so schnell er auch lief, löste sich der Schatten nicht von seinem Körper. Da wähnte er, er säume noch zu sehr; begann schneller zu laufen, ohne Rast, bis seine Kraft erschöpft war und er starb.
Er hatte nicht gewusst, dass er nur an einem schattigen Ort zu weilen brauchte, um seinen Schatten los zu sein. Dass er sich nur ruhig zu verhalten brauchte, um keine Fußspuren zu hinterlassen.

~ aus “Die drei Sprünge des Wang-lun” von Alfred Döblin

Nov 01

Die Schulen und die Hochschulen versagen heute genauso wie die Fabrik, weil sie nichts anderes sind: Fabriken. Fabrikähnliche Arbeit, wie wir sie im vorangegangenen Kapitel beschrieben haben, und das standardisierte Lernen in der Lernfabrik weisen erschreckende Parallelen auf.
Genauso wie die fabrikähnliche Arbeit stammt auch unser Bildungssystem aus einem anderen Zeitalter. Es wurde zu einem völlig anderen Zweck konstruiert, der heute nicht mehr existiert.

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Okt 26

Die Pressearbeit ist schon etwas Mühseeliges, so ganz ohne Gleichschaltung. Nicht nur für Politiker wie mich, die ein Volk zu erretten haben, nein, es ist mir auch absolut unbegreiflich, warum man derlei den deutschen Menschen antut.
Nehmen wir etwa diese Wirtschaftsberichte. Jeden Tag sagt ein anderer “Fachmann”, was nun zu tun wäre, und am folgenden Tag sagt dann wieder ein anderer, noch größerer “Fachmann”, warum das gerade das Allerfalscheste wäre und folglich die gegenteilige Lösung die beste sei.
Es ist ebendas jenes jüdische, wenn auch inzwischen offenbar hier weitgehend ohne Juden arbeitende Prinzip, dessen einziger Inhalt es ist, das größtmögliche Chaos zu verbreiten, weshalb die Menschen auf der Suche nach Wahrheit noch mehr Zeitungen kaufen müssen und noch mehr Fernsehsendungen ansehen.

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Okt 09

restaurant kritik test pungshaus hilden fachwerkAnfang der Woche zum ersten mal im Pungshaus gewesen. Was für ein Ambiente! Das alte Fachwerkhaus ist innen aufwendig im Bauernhausstil eingerichtet. Die Raumelemente sind zwar nicht immer echt, aber mit Liebe für’s Detail integriert, das gemütliche Gesamtbild stimmig und authentisch.
Neben einer bescheidenen Auswahl an Speisen á la carte gab es drei 4- bis 6-gängige Menüs, eines davon teilweise selbst konfigurierbar, das andere eine komplette Überraschung. Besonders lecker lasen sich zudem die wechselnen Gerichte von der Kreidetafel, auf die wir leider erst nach der Bestellung aufmerksam wurden. Die Speisen waren erstklassig, Fleisch und Fisch auf den Punkt gegart und zu allem gab es Gemüse statt Salat.

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Sep 22

wahlbeteiligung 2013Nicht vergessen, nur heute gilt: Parteiergebnis = Stimmenzahl / Bezugsbasis * 100%
Das heißt für alle Möchtegernverdrossenen und damit potenziellen Nichtwähler: auch wer nicht wählt, wählt!
Denn mit jeder nicht abgegebenen Stimme weniger verändert sich die Bezugsbasis für alle gewählten Parteien.
Wäre dann doch irgendwie blöd gelaufen, wenn wegen eurer Passivität am Ende die Mathematik dafür sorgt, das sowas wie z.B. die NPD in den Bundestag einzieht! Wie das sein, kann könnt ihr gerne auch hier nachlesen: Klick!

Ich bin dann mal wählen…

Aug 21

markt ohne EthikManager haben keine teuflische Verschwörung gegen die Öffentlichkeit angezettelt. Die negativen sozialen Auswirkungen sind die logische Folge des verschärften Wettbewerbs um Kunden und Anleger.
Dieser Wettbewerb kann zur Folge haben, dass Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, wo bestimmte Produkte günstiger hergestellt werden können, dass menschliche Arbeitskraft durch Computer und Software ersetzt wird, oder dass ein Unternehmen den Gewerkschaften den Kampf ansagt.

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Aug 20

er dachte, saß und dachte. betrachtete was um ihn lag. das ganze ausmaß der zerstörung. menschen kopflos tagtäglich. und es schien ihnen nichtmal etwas auszumachen. ein wenig wie das geköpfte huhn, nur dass es schneller stirbt. wo war die evolution, wenn man sie brauchte.
er hatte seinen kopf, nur saß er irgendwie nicht richtig. wie schraubte man so ein ding richtig an. immer dieses denken, sitzen, denken. dazwischen trinken. arbeiten. vielleicht etwas brot… spiele? manchmal war er leicht, aber meist irgendwie schwer. der kopf. denn irgendwie lastete da nochwas. sagten die schultern. verantwortung? zuviel. verantwortungsbewusstsein? so ähnlich. aber was tun, für kopflose hühner…